–Besetzung–
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Orchester Wiener Akademie
Martin Haselböck, Leitung
Martin Haselböck über das Programm der Orchestermatinee: „Franz Liszt hat den Mythos von Dr. Faustus in zwei großartigen
Orchesterwerken bearbeitet: die große Dichtung Goethes hatte er bereits 1830 kennengelernt, die langjährige Beschäftigung
mit dem Text mündete in Liszts größter und bedeutendster Orchesterkomposition, seiner „Faust-Sinfonie“, die am 5. September
aus Anlass der Enthüllung des noch heute dort stehenden Goethe-Schiller-Denkmals in Weimar uraufgeführt wurde. In dieser
Version hören wir das Meisterwerk auch in Raiding. 1836 hatte Nikolaus Lenau den Faust-Stoff in einem melancholisch-nihilistischen
Gedicht bearbeitet. Liszt stand dieser Deutung, die in Faust einen schwachen Charakter sieht, der von Mephisto manipuliert
und schließlich in den Selbstmord getrieben wird, durchaus näher. So komponierte er zwei prachtvolle Orchesterbilder: Der
nächtliche Zug – eine Prozession zieht vorüber und lässt Faust in Verzweiflung zurück und Der Tanz in der Dorfschenke-Mephisto
führt im Wirtshaus einen orgiastischen Tanz auf, den bekannten 1. Mephistowalzer.“
Zu diesem Konzert findet ein Einführungsvortrag mit Christian Reichart um 10.15 statt.

