Martin Haselböck

Martin Haselböck ist während der gesamten Reihe als ausgezeichneter Beethoven-Dirigent aufgetreten. ……er engagiert sich für einen vollblütigen Beethoven ohne Schnickschnack......

Opus Klassiek
Opus Klassiek
Martin Haselböck

Schubert

So spritzig und unbekümmert kennen wir Schubert noch nicht…
Rheinpfalz
Martin Haselböck

Lichtgestalt zu Gast

...eine sehr überzeugende Vorstellung vom mutmaßlichen Klang zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Die Rheinpfalz
rheinpfalz.de
Martin Haselböck

Franz Liszt als sinfonischer Dichter

"(...) Gastdirigent Martin Haselböck sorgte für eine nuancierte, glasklare Aufführung.(...) "

"(...) harmonierten Schmitt und Gastdirigent Martin Haselböck vorzüglich miteinander. (...)"

"(...) Zu recht ernteteten Schmitt, Haselböck und die Sinfoniker Bravorufe und frenetischen Beifall (...)"

Hartmut Sassenhausen | Westdeutsche Zeitung
Martin Haselböck

Verschmitzte Polyphonie

"(...) Cerhas "Sechs Postludien" (2013-14) machen fallweise den Eindruck, als würden sie am Sockel des heiligen Ernstes rütteln wollen: Zwei Sätze im Zentrum - ein wurliges "Scherzino" und ein "Capriccio naturale" mit fiepsigem Geflöte und Toccata-Ausbrüchen - führen dem Werk eine fast verschmitzte Aura zu. Gleichwohl hat es Gewicht, wirkt dicht gewirkt etwa in seiner "Elegie", die bei aller Abstraktion an den Duktus einer zweistimmigen Invention erinnert. Wundervoll irritierend: Zwischen die Sätze stellt Hans Haselböck, Vater des Solisten, am zweiten Spieltisch Musik aus der Urzeit der Orgel und erzeugt so, gerade im Verbund mit der "Elegie", eine poetische Unschärfe. "Endlich Schluss" heißt dann Cerhas Finale; nach einem Beginn mit bockiger kleiner Terz trumpft es applausfördernd auf. Dankbarer Zuspruch eines Saals, der auf mehr hofft."

 

 

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Christoph Irrgeher | Wiener Zeitung
Martin Haselböck

Gipfeltreffen bei der Königin

"(...) Nach wie vor ein Geniestreich sind jedoch György Ligetis Volumina, deren Klangflächen Haselböck recht beeindruckend realisierte. Das Netteste kam aber zum Schluss, als sich Vater und Sohn Haselböck nebeneinander auf die Orgelbank auf dem Podium setzten, um den dritten Satz aus Jean Langlais' Double Fantaisie für zwei Organisten und ergo vier Hände und vier Füße zu spielen. Das nächste Jahrhundert mit Orgelmusik kann kommen."

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Daniel Ender | Der Standard
Martin Haselböck

Gipfeltreffen bei der Königin

"(...) Organist Martin Haselböck hatte dazu neben Klassikern der Moderne, auch eine Uraufführung von Friedrich Cerha (...) dabei die 2013 bis 2014 entstandenen Sechs Postludien, die Vater Hans Haselböck gewidmet sind.(...)

(...) Das Netteste kam aber zum Schluss, als sich Vater und Sohn Haselböck nebeneinander auf die Orgelbank auf dem Podium setzten, um den dritten Satz aus Jean Langlais' Double Fantaisie für zwei Organisten und ergo vier Hände und vier Füße zu spielen. Das nächste Jahrhundert mit Orgelmusik kann kommen."

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Daniel Ender | derStandard.at
Martin Haselböck

Baroque Orchestra Musica Angelica Brings Audiences Into The Fold - Onto The Stage

"(...) During performances, Haselböck speaks directly to the audience to explain the historical background of musical pieces and to discuss the instruments being used. After performances, audience members are invited on stage to see the instruments up close and to chat with performers. (...)""(...) They make it so that it’s not just that you’re the audience, you’r listening and then you leave. You’re involved. You come on stage, you provide suggestions, you get to learn, they talk to you. (...)"

Samantha Mehlinger | Cultural Arts
Martin Haselböck

Review: Musica Angelica With Re-Sound Beethoven in Pasadena

"(...) The authenticity of the instruments and the artists who play them gelled particularly well. Musica Angelica brings more than fine music to the stage ? it brings something unique, the delight of music in its original form without the distortion and patina of modern times. In this instance, what’s old is new. Bravo to Music Director Martin Haselböck for bringing us the power and passion of authentic Beethoven! (...)"

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Theodore Bell | Culture Spot LA
Martin Haselböck

Händels Susanna im Musikverein "Ein fein geschliffenes Juwel"

"Das selten gespielte Oratorium (...) wurde von Martin Haselböck und seinem Orchester Wiener Akdademie im Musikverein behutsam zur Aufführung gebracht. (...)

"(...) facettenreiches Klanggeschehen und meisterlich (...) solide unter Martin Haselböck musikalischer Leitung zum Ausdruck kam. Seine spürbare Freude an dieser kostbaren Musik übertrug sich auf das dankbare Publikum. (...)"

Florian Krenstetter | Kronen Zeitung
Martin Haselböck

Review: LISZT Ad nos, ad salutarem undam

"(...) There is one moment - I shan’t spoil it for you - which will make you jump out of your skin. The recording is top-drawer, accommodating the huge sonority produced when Dupré combines the full organ with most of what the modern orchestra can muster. It has a natural clarity (...)

(...) Martin Haselböck marshals his forces and the excellent Christian Schmitt at the Luxembourg Philharmonie’s impressive Karl Schuke organ into a thrilling and rewarding experience. (...)"

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Jeremy Nicholas | Gramophone UK
Martin Haselböck

Musikverein: Messias

Mit seiner Wiener Akademie, dem Chorus sine nomine (Leitung: Johannes Hiemetsberger) und vier Spitzensolisten führte Martin Haselböck Händels Oratorium “Messiah” auf. Eine Wiederholung wird es in der Festwoche “Osterklang” geben.

In der Weihnachtszeit stürmt Wiens Konzertpublikum Bach-Konzerte und Händel-Oratorien, in denen man das Leben Christi in genialen musikalischen Deutungen erlebt. Haselböcks Nähe zur Orgelmusik hat ihn auch zum “Messias” geführt, den er stilgerecht, absolut spannend und voll nobler Gefühle interpretiert. Der hervorragende Chorus sine nomine unterstützt ihn dabei ebenso wie die von ihm ins Leben gerufene, mit glänzenden Musikern besetzte Wiener Akademie.

Bestechend die Solisten: Mir gefiel am besten der mit einem wunderschönen ausdrucksvollen Countertenor ausgestattete Altist Tim Mead, der kurzfristig den Altpart anstelle des erkrankten Robin Blaze übernahm. Auch die aus Wiens Musikleben nicht mehr wegzudenkende Anna Prohaska überzeugte mit ihrem kostbar leuchtenden Sopran. Eindrucksvoll der Tenor Tilman Lichdi und der dramatische Bass José Antonio López. Höhepunkt war natürlich das strahlende “Halleluja” am Ende des 2. Teiles. Bravourös die Trompetersolisten der Wiener Akademie.

Kronen Zeitung
Martin Haselböck

Dir Zukunft des Barock

Martin Haselböck ist ein ungemein fleißiger Musiker und ein höchst kompetenter. Seine Erfolge als preisgekrönter Organist in Wien belegten das früh, seine Beliebtheit als Fachmann für historische Aufführungspraxis beweisen es eindrucksvoll. Sein Spektrum reicht von Bach bis Beethoven, von der Barockoper bis zu zeitgenössischen Bühnenstücken wie 'The Infernal Comedy', 'The Giacomo Variations' oder 'New Angels'.

Dass man dennoch nie den Eindruck hat, Haselböck verzettele sich im Unterhaltsam-Beliebigen, liegt an seinem Können und Wissen als Musiker. Er weitet die gängigen Genregrenzen, besinnt sich ebenso zielstrebig auf die originale Kunstschöpfung, auf Charakter und Kern eines Werkes, ja einer ganzen Stilepoche. Der Dirigent Haselböck verkörpert gleichsam das dialektische Gewissen der modernen Aufführungspraxis. In Los Angeles sucht er nicht Anschluss an Hollywood, sondern leitet dort ein Alte-Musik-Ensemble. In München versucht er nicht, die üppige Klang-ästhetik der hiesigen Musikliebhaber zu befriedigen, sondern wartet im Prinzregententheater mit einem Händelschen 'Messias' auf, der zunächst ob seiner Kargheit und Strenge verblüfft.

Man bewundert die unerschütterliche Präzision von Chor und Orchester und fragt sich: Wann fängt die große Sause endlich an, die Georg Friedrich Händel da komponiert hat? Die seit ihrer Uraufführung 1742 in immer üppigerer Besetzung noch durchschlagender wirkt als Beethovens Neunte und die Gemüter der Menschheit seit je in Wallung bringt? Haselböck geht einen anderen Weg. Er hat mit dem 'Chorus sine nomine' und dem Orchester 'Wiener Akademie' zwei Spitzenensembles an der Hand, die in der Genauigkeit des Musizierens und Ausbalancierens kaum zu übertreffen sind; genau deshalb sind sie Haselböck zu schade, um sie als schiere Überwältigungsmaschine zu missbrauchen. Ihn interessieren die unterschwelligen Ebenen des Werks, die intimen Keimzellen musikalischer Entwicklung, aus denen heraus sich ein ebenso großes, aber viel feiner ziseliertes Gesamtwerk aufbauen lässt.

Es war dies noch nicht das Ende von Martin Haselböcks Weg zu Händel - das Solistenensemble könnte besser aufeinander abgestimmt sein. Aber es war eine hochelegante Demonstration dessen, wohin die künftige Aufführungspraxis barocker Musik führten könnte, wenn man sie auf so hohem Niveau betreibt.

Süddeutsche Zeitung, Helmut Mauró
Martin Haselböck

Besonnener Triumph mit Händel

Keine Frage, Georg Friedrich Händel hatte sein Oratorium „Messiah“ 1741 geschrieben, um damit Erfolg beim Publikum zu erlangen. Das ist ihm rundum gelungen, der Erfolg und die Bewunderung dafür halten an bis zum heutigen Tag. Die Aufführung des Messias im Prinzregententheater mit dem „Chorus sine nomine“, der „Wiener Akademie“ und den Solisten Anna Prohaska, Robin Blaze, Tilman Lichdi und José Antonio López unter der Leitung von Martin Haselböck verschaffte ihm einen weiteren Triumph.

Drei Stunden und kein bisschen müde: das galt fürs Publikum, das der Aufführung mit konzentrierter Ruhe folgte und offenbar auch für die Musiker, die zum Ende hin  noch alle Reserven hatten, um die Schlusschöre des Messias, „Worthy ist the lamb“ und die großartige „Amen“-Fuge, mit Präzision und imposanter Wucht in den Raum zu werfen. Ein grandioser Schluss einer rundum stimmigen, künstlerisch schlüssig durchgestalteten Aufführung auf höchstem Originalklang-Niveau. Unter den Solisten war Robin Blaze leider hinter den Erwartungen zurückgeblieben, aber es war sofort zu erkennen, dass er tapfer gegen eine Grippe ankämpfte und den Spagat versuchte, seine Stimme zu schonen und sie zugleich so schön wie möglich zu führen.

Wien ist nicht nur eine Stadt der Opern und der Wiener Philharmoniker, sie ist auch eine Stadt des Originalklangs. Neben den präsenten und publikumswirksamen Auftritten des „Concentus Musicus“ unter dem charismatischen Nikolaus Harnoncourt nahm sich die 1985 gegründete „Wiener Akademie“ stets etwas bescheidener aus. Aber ihr Gründer Martin Haselböck, Sohn des angesehenen Organisten Hans Haselböck und ursprünglich selbst Organist, ließ nicht locker, präsentierte seine Versionen des bekannten und weniger bekannten Barock-Repertoires und wurde zum festen Bestandteil der Wiener Konzertszene. Einer Szene, die zudem mehrere hervorragende Chöre bereit hält, unter denen sich der „Chorus sine nomine“ von Johannes Niemetsberger, einem Schüler der großen Wiener Chorpädagogen und ?Leiter  Erwin Ortner und Johannes Prinz, seit seiner Gründung 1991 als virtuoses Kammerensemble hervorgetan hat.

An dieser Kontinuität und Intensität der künstlerischen Zusammenarbeit, der Qualität der Musikerinnen und Musiker und an deren Übereinstimmung liegt es, dass der „Messias“ unter Haselböck ein derart eigene Kontur und eine solch spezifische Stimmung erhielt. In Wien musiziert man, auch dank der raffinierten und exquisiten Akustik des Großen Saals des Musikvereins, gerne leiser, innerlicher, individueller. Man akzeptiert gerne die „eigenen Töne“ profilierter Künstler, und das gilt für Solisten ebenso wie für Ensembles. Der „Chorus sine nomine“ klingt weich, die Spitzentöne haben einen samtigen, manchmal melancholischen Glanz, die Stimmen mischen sich (wofür auch die gemischte Aufstellung sorgte), so dass keine der Stimmgruppen hervorsticht, wie das auch englische Chöre gerne kultivieren. Das Englisch der Choristen, übrigens, war ausgezeichnet. Das Orchester hingegen bleibt als eine Versammlung von Individuen vernehmbar, da entsteht kein festgelegter Standard-Klang, sondern etwas Pulsierendes, Changierendes, das sich der Stücks anschmiegt. Das ergibt eine solche Vielfalt der Klang-Wirkungen, dass man beim Hinschauen immer wieder überrascht war, mit wie wenigen Klang-Gruppen Händel für die faszinierende Wirkung des „Messias“ auskam: Streicher, zwei Oboen, Fagott, zwei Trompeten, Pauken, Continuo, that’s it.

Für die Wirkung seiner Aufführung hat sich Haselböck ganz auf diese innermusikalischen Kräfte konzentriert. Statt lauten Gepränges und schneidiger Tempi setzt er auf die Mischung der feinen Töne und auf Sorgfalt in der Artikulation. Wirklich bewundernswert, mit welcher Konzentriertheit und Spannung alle Musikerinnen und Musiker dies bis zum Ende bereit hielten und jede der 48 Nummern mit frischem, eigenem Leben erfüllt waren. Wie professionell das ist, welch harte Arbeit dahinter steckt, dessen wird man sich als Zuhörer nicht unbedingt bewußt.

Dass im Solistenquartett mit Prohaska und López zwei Opernstimmen dabei waren, bedeutete keinen Bruch im klanglichen Charakter. Junge Opernsänger wissen heute bestens mit der historisch informierten Aufführungsweise umzugehen und bereichern das Genre mit edlem Klang und faszinierender Artikulation. Da bekommt man eine Vorstellung, für welche Art Sänger Händel seine Koloraturen und Intervallsprünge geschrieben hat. Der deutsche Tenor Tilman Lichdi hat eine schöne Stimme, die sich vorläufig im Oratorium am wohlsten fühlen wird. Schade, dass Robin Blaze nicht in Form war, sein Altus ist für dieses Fach derzeit einer der ausdrucksstärksten und wohlklingendsten.
Immer ist die Rede davon, dass es sich bei der Adventszeit, die nun gerade beginnt, um eine besinnliche Zeit handelt. Diese Aufführung des „Messias“ ? sie war am Samstag in Wien zu hören und reist Anfang der Woche nach Spanien - war mit ihrer besonnen, konzentrierten Art genau der richtige Auftakt dazu.

klassikinfo.de, Laszlo Molnar
Martin Haselböck

Traumwanderung mit Misha Maisky

Im Traum spiegelt sich die Seele des Menschen. Der Traum, er ist die Welt der puren Emotion, der abgründigen Ängste und der sehnsuchtsreichen Wünsche. "Sein oder Nicht Sein. Zwischen Traum und Wirklichkeit" ist am Freitag der Titel des Sinfoniekonzerts, und selten hat ein EW-Motto derart gut gepasst wie an diesem seelenvollen Abend in Engelhartszell.

 

Noch herrscht gespannte Neugierde in der vollbesetzten Stiftskirche, Neugierde auf den Cellovirtuosen Mischa Maisky, Neugierde auf die romantischen Klangschöpfungen dieser Nacht. Nur zweieinhalb Stunden später und so manche Musiker auf der Bühne werden sich in den Armen liegen und die Zuhörer von einer Sternstunde sprechen.

 

Vorbote dieser gefühlstrunkenen Traumreise ist Franz Liszts Symphonische Dichtung Nr. 10 "Hamlet", die gleich einem aufbrausenden Sturm an den existentiellen Grundfesten rüttelt und mit verstörender Zerrissenheit und Dramatik über die Hörer hereinbricht. Das Orchester Wiener Akademie unter der fein ausdifferenzierten und impulsstarken Leitung von Martin Haselböck fasziniert schon hier mit musikantisch präsenter Lebendigkeit (...)

www.pnp.de, Dorothea Walchshäusl
Martin Haselböck

Cellist Mischa Maisky und Martin Haselböck als Dirigenten-Team

Großer Applaus für den Solisten und das Wiener Akademie Orchester beim vorletzten Konzert des diesjährigen Kissinger Sommers.

"Komponiergelüste" notierte Robert Schumann in sein Tagebuch am 10. Oktober 1850. Zwei Wochen später hielt er das Ergebnis in Händen: das große Cellokonzert a-Moll op. 129. Konzertgelüste verspürten zahlreiche Musikfreunde: Die Wiener Abschlussgala beim Kissinger Sommer mit dem grandiosen Cellisten Mischa Maisky und dem belebenden Wiener Akademie Orchester unter Leitung des engagierten Martin Haselböck war nahezu ausverkauft.

Mit beseeltem Timbre spielte Maisky Schumanns "Dunkle Rhapsodie". Er bildete mit Haselböck quasi ein Dirigenten-Team, gab mit Blicken und Körpersprache Streichereinsätze. Haselböck ließ seine Wiener Akademie in dem Pulsschlag atmen, wie Maisky es wünschte. Das hatte Konsequenzen: Der intensive, bannende erste Satz ging nahtlos in den lyrischen, nach innen gekehrten zweiten Satz über. Berührend schön das Zwischenspiel mit dem zweiten Solocello aus dem Orchester, einnehmend Maiskys russisches Vibrato gepaart mit bravouröser Griff- und Spieltechnik im fordernden Finalsatz. Großer Applaus auch für die sehr aufmerksam begleitende Wiener Akademie und als Zugabe von Maisky die intensive Sarabande aus Bachs d-Moll Solo-Cellosuite.

Eröffnet hatte die Wiener Akademie das vorletzte Kissinger-Sommer-Konzert mit Liszts "Hamlet"-Sinfonie sehr spannend, sehr tragisch, sehr klangintensiv - Shakespeare hätte seine helle Freude daran gehabt. (...)

Nach Maisky und der Pause gab es Brahms c-Moll-Sinfonie Nr. 1. Nicht fatalistisch ergeben, sondern mit Esprit und Spielfreude setzte Martin Haselböck, der teils wild und sportlich dirigierte, die Partitur um. Eine Liebeserklärung an die Musik war der zweite Satz: Streicher, Bläser (bravourös das Hornquartett!) und Schlagwerk (ein Bravo für den Paukisten!) spielten inspiriert, aufeinander achtend, eindeutig wienerisch, doch ohne Schmäh. Pompös kündigten Posaunen das Ende der brahmsschen Sinfonie an. Lang anhaltender Beifall.

mainpost.de, Angelika Silberbach
Martin Haselböck

Cellist Mischa Maisky und Martin Haselböck als Dirigenten-Team

Großer Applaus für den Solisten und das Wiener Akademie Orchester beim vorletzten Konzert des diesjährigen Kissinger Sommers.

 

"Komponiergelüste" notierte Robert Schumann in sein Tagebuch am 10. Oktober 1850. Zwei Wochen später hielt er das Ergebnis in Händen: das große Cellokonzert a-Moll op. 129. Konzertgelüste verspürten zahlreiche Musikfreunde: Die Wiener Abschlussgala beim Kissinger Sommer mit dem grandiosen Cellisten Mischa Maisky und dem belebenden Wiener Akademie Orchester unter Leitung des engagierten Martin Haselböck war nahezu ausverkauft.

 

Mit beseeltem Timbre spielte Maisky Schumanns "Dunkle Rhapsodie". Er bildete mit Haselböck quasi ein Dirigenten-Team, gab mit Blicken und Körpersprache Streichereinsätze. Haselböck ließ seine Wiener Akademie in dem Pulsschlag atmen, wie Maisky es wünschte. Das hatte Konsequenzen: Der intensive, bannende erste Satz ging nahtlos in den lyrischen, nach innen gekehrten zweiten Satz über. Berührend schön das Zwischenspiel mit dem zweiten Solocello aus dem Orchester, einnehmend Maiskys russisches Vibrato gepaart mit bravouröser Griff- und Spieltechnik im fordernden Finalsatz. Großer Applaus auch für die sehr aufmerksam begleitende Wiener Akademie und als Zugabe von Maisky die intensive Sarabande aus Bachs d-Moll Solo-Cellosuite.

 

Eröffnet hatte die Wiener Akademie das vorletzte Kissinger-Sommer-Konzert mit Liszts "Hamlet"-Sinfonie sehr spannend, sehr tragisch, sehr klangintensiv - Shakespeare hätte seine helle Freude daran gehabt. (...)

 

Nach Maisky und der Pause gab es Brahms c-Moll-Sinfonie Nr. 1. Nicht fatalistisch ergeben, sondern mit Esprit und Spielfreude setzte Martin Haselböck, der teils wild und sportlich dirigierte, die Partitur um. Eine Liebeserklärung an die Musik war der zweite Satz: Streicher, Bläser (bravourös das Hornquartett!) und Schlagwerk (ein Bravo für den Paukisten!) spielten inspiriert, aufeinander achtend, eindeutig wienerisch, doch ohne Schmäh. Pompös kündigten Posaunen das Ende der brahmsschen Sinfonie an. Lang anhaltender Beifall.

mainpost.de, Angelika Silberbach
Martin Haselböck

Sanft, diskret, zurückhaltend

Er hat sich als Originalklang-Spezialist einen Namen gemacht, hatte gemeinsam mit John Malkovich mit "The Infernal Comedy" oder "The Giacomo Variationss" Riesenerfolge und gastierte damit in sechzig Städten. Diesmal kehrte Martin Haselböck - nach Romantik-Programmen mit Franz Liszt - zurück zu Mozart.

 

Verblüffend exakt erklang zu Beginn die "Figaro-Ouvertüre, mittreissend die Prager Symphonie D-Dur (KV 504) zum Finale. Dazwischen hörte man zwei Varationen des Rondos "Non temer, amato bene" aus "Ideomeneo", gesungen von der Schwedin Malin Hartelius, dem Mozartstar in Zürich.

In der ersten Fassung mit obligater Violine, gespielt vom Konzertmeister Ilia Korol, in der zweiten Fassung mit obligatem Klavier und Orchester mit dem Solisten Ronald Brautigam am Hammerklavier, das er auch vor der Pause im Konzert für Klavier und Orchester in C-Dur (KV 503) spielte. Ohne die Brillanz eines modernen Konzertflügels klingt diese Musik viel diskreter, sanfter, auch wenn's nicht leicht ist, sich mit verinnerlichten Läufen und Trillern gegen das Orchester durchzusetzen. Ohne Überzeichnung geriet die Kadenz. (...)

Martin Haselböck agiert zurückhaltend, erwies sich als markanter Gestalter der Prager Symphonie und aufmerksamer Begleiter der Sängerin und des Pianisten. Das Orchester bewährte sich im Umgang mit dem Mozart-Klang.

Kronene Zeitung, V.P.
Martin Haselböck

Der Meister und seine Schüler

Die Wiener Akademie, 1985 von Martin Haselböck gegründet, steht für virtuoses Musikantentum von Barock bis Romantik. Seit 1991 hat das Orchester seinen eigenen, höchst erfolgreichen Konzertzyklus im Musikverein. Nun führte Haselböck sechs Orgelkonzerte von Georg Friedrich Händel auf.

 

Die Wiener Akademie gastiert auch bei internationalen Festspielen, ist Opernorchester und arbeitete zuletzt mit Hollywood-Star John Malkovich und dem Wiener Regisseur Michael Sturminger experimentell: so etwa mit der "infernal Comedy (Jack Unterweger)" und mit den "Giacomo Variations" über den Lebens- und Verführungskünstler Casanova...

Die Orgelkonzerte g-Moll und F-Dur spielte Haselböck selbst - virtuos und einfühlsam - , bei den Konzerten B-Dur, F-Dur ("Mit den Kuckucksstimmen"), und in den Konzerten d-Moll und g-Moll beschränkte er sich aufs Dirigieren.

Als Solisten setzte er drei seiner Meisterschüler ein: den Ungarn Istvan Mátyás, Studienleiter im Theater an der Wien, den Wiener Wolfgang Kogert, Organist an der Wiener Hofkapelle, und bei zwei den hervorragenden Südafrikaner Jeremy Joseph, neben seinen internationalen Auftritten ebenfalls Organist der Hofburgkapelle.

Die drei, Haselböck sowie die erstrangigen Streicher und sparsam eingesetzten Holzbläser gaben einen verdienstvollen Einblick in Händels Tradition der Orgelkonzerte, die den Reiz dieser Barockkammermusik im 18. Jahrhundert in England spüren ließen.

Kronen Zeitung, Volkmar Parschalk
Martin Haselböck

Musik bis an die Grenzen des Körpers

(...) Der Dank für die nachhaltigste Erfrischung, die nährendste Dichte, das erhebendste Gänsehauterlebnis in diesem Ausdauer-Konzert gebührt jedoch Martin Haselböck. So klar sein Spiel sich aufbaut, so überlegt und reduziert er den Klang in Formen fasst, so betörend und reich klingt das Ergebnis: ein zum Staunen süßer Muffat, ein temperamentvoller, luftiger Bach, ein erschütternder Liszt und eine packende Uraufführung von Friedrich Cerhas "Sechs Präludien", deren Module durch den Raum huschen wie wilde, bunte, bissige Tierchen, die soeben aus dem tonalen Käfig gelassen wurden. Im Schluss-Spurt überrascht eine Improvisation, die durch alle Finessen hindurch eine Spannungsauflösung von selig machender Strahlkraft ansteuert. Am Ende der Nacht ist diese − wie jedes Runners’ High − nur noch durch eines zu toppen: Die heiße Dusche danach.

Passauer Neue Presse, Katrina Jordan
Martin Haselböck

Händels brilliante Rückkehr ans Colón

(...) Sehr beeindruckend die Orchesterarbeit (...) Natürlich wurden moderne Instrumente verwendet, keine Darmseiten, aber der Klang war barock dank Haselböcks kräftiger dynamischer Akzente, der fein gewählten Tempi und der durchgehenden Unterstützung der Sänger. Mehr davon bitte!

Buenos Aires Herald, Pablo Bardin
Martin Haselböck

Rinaldo

Seit langer Zeit haben wir keine ähnlich homogene und passende, auf höchstem Niveau stehende Besetzung auf einer Opernbühne gesehen: an erster Stelle das energische Dirigat Martin Haselböcks, der aus dem durchschnittlichen Klangkörper des "Orchestra Colon" ein Barockorchester von unbestreitbarer Authenzität formt, ohne dass er in stilistische Extreme verfallen würde.

lanacion.com, Jorge Araoz Badi
Martin Haselböck

Rinaldo

Der österreichische Dirigent, anerkannter Spezialist für das barocke Genre, leitet mit unbestreitbarer Balance, Raffinesse und einer exzellenten rhythmischen Akzentuierung ein Ensemble von Sängern auf allgemein hohem Niveau.

Criticos Musicales de la Argentina, Carlos Ernesto Ure
Martin Haselböck

Eine Pilgerstätte für Liszt sucht ihr Profil

(...) Am vergangenen Wochenende war außer der russischen Pianistin Lilya Zilberstein im holzgetäfelten Konzertsaal die Wiener Akademie unter ihrem Gründer und Dirigenten Martin Haselböck zu Gast: mit "historischen Instrumenten", die mit großer Präzision und einem persönlichen Einsatz gespielt werden, dem man die Begeisterung für die Sache anhört. Über 25 Jahre spielt man nun zusammen. Und das hört man - nicht nur an der Präzision, sondern auch an der Kraft und dem Feuer, mit dem gespielt wird. Haselböck ist ja ein "Lisztomane", der schon zu DDR-Zeiten in Weimar Noten des Meisters aus Raiding ausgrub.
Für den, dem der Weg ins Burgenland zu weit ist, gibt es ein großes Projekt: die Einspielung aller Orchesterwerke Franz Liszts auf CD. Unter dem Titel "The Sound of Weimar" sind vier CDs schon erschienen. Es lohnt sich, genau hinzuhören, auch bei "Les Préludes", die, gespielt auf Instrumenten des 19. Jahrhunderts, allen ihnen angewachsenen NS-Mief verlieren. Haselböck legt da ganz andere Kanten frei.
"The Sound of Weimar" ist eine Entdeckung wert. Bisher zu hören: "Dante-Symphonie", "Evocation à la Chapelle Sixtine", "Les Préludes", "Orpheus", die "Bergsymphonie", die "Hunnenschlacht", "Hungaria" und "Mazeppa" . Aktuell veröffentlicht wurden die symphonischen Dichtungen "Tasso", "Die Ideale", "Héroïde funébre" und "Le Triomphe funébre du Tasse" (NCA, New Classical Adenture).
Im Oktober folgen live in Raiding die "Ungarischen Rhapsodien" in der originalen Orchesterfassung von Liszt.

Salzburger Nachrichten, Derek Weber
Martin Haselböck

Raiding: Ein gewaltiger Klangkosmos zum Finale

"Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis": Untermalt von einem wunderbar farbigen Orchesterteppich intonierte der Männerchor mystisch und im feinsten Piano die Verse des Chorus mysticus aus Faust II. Mit "Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan" gesellte sich der Tenor dazu, bevor sich die Klänge ins gewaltig Feierliche steigerten. Diesen finalen Chorteil der "Faust-Symphonie" von Franz Liszt gaben der Chorus sine nomine sehr homogen und stimmgewaltig und Herbert Lippert mit ungemein weichem Timbre und höhensicher zum Besten.

Damit hat nun die Wiener Akademie unter Martin Haselböck ihr ehrgeiziges, 2010 gestartetes Projekt, sämtliche symphonischen Werke von Liszt in Raiding, seinem Geburtsort, aufzuführen, beendet.

Das Hector Berlioz gewidmete dreisätzige Mammutwerk, dem keine Handlung, sondern nur die Porträtierung der Charaktere Faust, Gretchen und Mephisto zugrunde liegt, zählt zu den avantgardistischen Kompositionen Liszts. Die für die Entstehungszeit (1854-'57) in Weimar extrem kühne Komposition wurde vom Orchester, das in der Weimarer Originalbesetzung musizierte, mit seinem gesamtem, komplexen Klangkosmos wiedergegeben: Manchmal recht laut, aber unter dem energischen Einsatz des Dirigenten stets spannungsgeladen, reich an Farben und Schattierungen.

Großer Jubel im ausverkauften Saal, in dem sich kein Geringerer als Hollywoodstar John Malkovich befand.

Kurier, Helmut C. Mayer
Martin Haselböck

Mozart-Glück im Wiener Musikverein

Ein Mozart-Programm, das sowohl Liebhabern als auch Kennern Freude bereitete: Die Jupiter-Symphonie und die c-Moll-Messe KV 427. Die Interpretation beider Werke gelang der Wiener Akademie im Musikverein ganz vorzüglich. Die C-Dur-Symphonie KV 551, Mozarts letzte, klang inspiriert und bestechend transparent. Dem hoch konzentrierten Agieren des Dirigenten Martin Haselböck konnten sich weder Orchestermitglieder noch Besucher entziehen. Ein Spiritus rector, der die Musik perfekt verinnerlicht und sie durch seine Wiener Akademie und ihren hervorragen - den Konzertmeister zum Klingen bringt (...). 1782 komponierte Mozart seine c-Moll-Messe KV 427, die mit prächtiger Besetzung so gar nicht der von Joseph II. geforderten andächtig-bescheidenen Kirchenmusik entsprach und ein Fragment blieb. Von vollkommener Schönheit ist die Sopranarie "Et incarnatus est". Bernarda Bobro präsentierte sich als großartige Mozart-Sängerin. Michaela Selingers außergewöhnliches Timbre und der souveräne Chorus sine nomine vervollständigten das Mozart-Glück. Der "musikalischen Wahrheit" durften die Hörer nahe sein.

Kurier, Marion Eigl
Martin Haselböck

Going to the Chapel

Los Angeles’ own Baroque period practice ensemble, Musica Angelica returned to the concert stage last weekend alongside their much regarded Music Director Martin Haselböck. And though it was the weekend after Valentine’s Day, love was in the air. Or at least a version of it as expressed through matrimony. The program, which I saw in the second of two performances at Santa Monica’s First Presbyterian Church, centered around two J.S. Bach cantatas widely believed to have been written for weddings: No. 202 “Weichet nur, betrübe Schatten” and No. 210 “O holder Tag, erwünschte Zeit.” Both are filled with charming arias and can be as pensive and dark as they are bright and celebratory, perhaps reflecting a very different context on the role of marriage and romantic love in the 18th century. Bach fills each work with clever structural elements such as in No. 210 where the number of players is slowly reduced throughout the work until arriving at “Schweigt, ihr Flöten, schweigt, ihr Töne” (Be silent, you flutes, be silent you notes). Bach whittles away the musical world to just flute and voice in much the way a wedding recognizes an important relationship of two individuals in the context of a greater society.

The musicians who became the “lovers” in these musical pairings all had great moments on Sunday. Soprano Mary Wilson was the soloist in both works and sang with a clear, bright, and even tone. She's known to local audiences for her prior performances with the Los Angeles Philharmonic and it was exciting to hear her again in some of the Baroque material that makes up an increasing part of her performance schedule. Her partners in these duets included flautist Stephen Schultz and oboist Gonzalo Ruiz. Ruiz also played in the reconstructed Oboe Concerto in D minor that was included in the program. The dexterity and detail in his performance was thrilling to hear. Bach may have been thinking of many things when he composed, but the need for breath in the oboe player here wasn’t apparently one of them. Ruiz did more than soldier through the rapid-fire ornamentation, and stole much of the afternoon’s thunder away from his fellow musicians. The show started with Bach’s Violin Concerto in A minor with soloist Cynthia Roberts. This piece came off a little punchier and rough hewn than one might expect even from a Baroque ensemble, but this edge softened by the conclusion of the piece and left for plenty of wonderful playing that followed.

outwestarts.blogspot.com
Martin Haselböck

In bester Verfassung

(...) nun erlebte man Luisi am Symphoniker-Pult wieder in Bestverfassung. In Martin Haselböck hatte er in Hindemiths sprödem, streng gearbeitetem Konzert einen profilierten Partner: Haselböck behauptet sich in den vier Sätzen neben Luisis straffer, symphonisch kraftvoller Orchesterführung mit souveräner Technik und sehr lebendigem Ausdruck. Er kostet die Vielfalt der Strukturen, Farben, auch historisch inspirierten Formenspiele (Choral, Fugato, Arioso usw.) bravourös aus. (...)

Kronen Zeitung, Karlheinz Roschitz
Martin Haselböck

Kontrollierte Klangfluten

(...) Die Wiener Symphoniker folgten Luisi so präzise wie gefühlvoll; hier herrscht offenbar gutes Einvernehmen. Nicht anders beim Orgelkonzert von Hindemith: Solist Martin Haselböck kommunizierte diszipliniert mit dem Sound der Symphoniker. Und dies schloss auch imposante Stellen ein, an denen man gemeinsam den Goldenen Saal expressiv mit Klang flutete.

Der Standard, LT
Martin Haselböck

Musikverein präsentierte Klassik von Frühreifen

Zuletzt haben Martin Haselböck und seine Wiener Akademie mit Liszt reüssiert - im Konzertsaal wie bei der CD-Reihe „The Sound of Weimar“: Im Klanggewand seiner Zeit bringen sie die Musik des vielfach missverstandenen, ja oft belächelten Komponisten aufregend neu zum Strahlen. Zum Auftakt des vierteiligen Zyklus im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins aber rückte das auf alten Instrumenten spielende Ensemble ganz die Klassik ins Zentrum, Mozarts prächtige Es-Dur-Symphonie KV543 etwa - und zuvor zwei recht persönliche und deshalb bemerkenswerte Reflexionen über den klassischen Stil.

Zum Beispiel die erste Symphonie des 16-jährigen Franz Schubert: Vital, fröhlich, mit scharfer musikalischer Charakterisierung, dort und da vielleicht auch etwas lärmend machten Haselböck und die Seinen klar, wie viel der Stirnsatz in der gleißenden Coda jenem von Beethovens Zweiter verdankt, wo Mozart und Haydn Pate standen, Letzterer etwa im Perpetuum mobile des wechselvollen Schlusssatzes. Und doch zeigt das Werk auch unbekümmerte Eigenart: Die Integration einer wiederkehrenden langsamen Einleitung in den Satzverlauf, wie sie aus der großen C-Dur-Symphonie bekannt ist, erprobt Schubert schon in diesem Jugendwerk.

Zehn Jahre später schrieb der 14-jährige Felix Mendelssohn ein Doppelkonzert für Violine, Klavier und Orchester in d-Moll, eines der Zeugnisse seiner enormen Frühbegabung. Das umfangreiche Stück vereint düstere Strenge, die über Mozarts Klavierkonzert der gleichen Tonart bis auf das Vorbild Bach zurückgeht, ungetrübt heitere Virtuosenmusik und manch überraschend aufleuchtende Harmonik: eine merkwürdige, noch nicht ausgegorene, aber attraktive Mischung. Fortsetzung am 6.Dezember mit Bachs h-Moll-Messe.

Die Presse, Walter Weidringer
Martin Haselböck

Die Legende von der heiligen Elisabeth

Selbst renommierte Festspiele führen mit diversen Reanimationsversuchen den ebenso schlüssig wie unfreiwilligen Beweis, dass machen Werke mit Grund in Vergessenheit geraten sind. Konträr der Fall des Dirigenten Martin Haselböck, der mit seiner "Wiener Akademie" Liszts Oratorium als überwältigende Wiederentdeckung beglaubigte.

Wagner-Anklänge mischten sich mit zarten Instrumentalsoli, ungarische Volkswaisen verkünden leitmotivisch das Auftreten der ungarischen Prinzessin Elisabeth. Haselböck zeigt das Werk in leuchtendsten Farben und feinsten Nuancen. Annette Dasch (Elisabeth) bemüht sich redlich, Daniel Schmutzhard wirkt sicher, Magdalena Anna Hoffmann ist von explosiver Urgewalt.

Susanne Zobl, News
Martin Haselböck

Mutige Osterklänge

(...) Die "Legende" ist ein eigenartiges Werk aus den 1860er-Jahren, als Liszt sich nach der Virtuosen-Laufbahn auf das Katholische, Christliche zurückzog. Mit diesem Werk versuchte er, die alte geistliche Tradi­tion der Gregorianik mit den Möglichkeiten und Errun­genschaften der romanti­schen Musik seiner Zeit zu verbinden. Das Resultat ist musikalisch nicht unbedingt hochdra­matisch und in der dramaturgischen Anlage etwas flach. Dem Werk fehlt für heutige Gebräu­che etwas Wichtiges: Ein Erzähler, der Verbindungs­texte spricht oder singt, die Geschichte vorantreibt. Aber ein derartiges Konzept war auch gar nicht ange­strebt. Liszt wollte, dass die Musik für sich selber spräche, dass die Phantasie des Hörers von der Kraft der Musik und ihrer Leitmotivik geleitet und entzündet würde. Dieser ambitionierte Vorsatz ist ihm - das Oratorium wurde 1865 im ungarischen Pest urauf­ge­führt - auch gelungen. Heute hinterlässt es das Publikum ein wenig ratlos, selbst wenn so ausgezeichnete (und hinters Werk zurücktretende) SolistInnen wie Annette Dasch in der Titelrolle und ein Chor von der Qualität der Wiener Singakademie zur Verfügung stehen. Der in Fragen alter geistlicher Musik versierte Martin Haselböck führte die Wiener Aka­demie mit sicherem Gespür durch das Werk, das zusammen mit Liszts "Chri­stus"-Oratorium in seiner verhaltenen Dramatizität erratisch und einmalig aus dem 19. Jahrhundert zu uns herü­berragt.

www.klassikinfo.de, Derek Weber
Martin Haselböck

Rosen der Heiligen

Liszt-Gedenken beim Osterklang an der Wien: Intendant Geyer holte Martin Haselböck und seine Wiener Akademie, die sich der seit 1854 in Weimar entstandenen "Legende von der heiligen Elisabeth" annahmen. Als Werk eine Besonderheit der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts!

 

(...) Martin Haselböck gestaltete die Oratorien-Legende mit Einfühlung und Gespür für kostbare Farben und feine Instrumentation. Berührend zeichnet er die glücklichen Tage mit Landgraf Ludwig und dann ihr Elend im Intrigenspiel der Schiwegermutter Sophie. Einsam und arm stirbt Elisabeth, nachdem sie den Armen all ihren Besitz geschenkt hat.

Solide die Besetzung mit Annette Dasch (Elisabeth mit warmen, edlem Timbre), Maria Anna Hoffmann, Daniel Schmutzhard, Andreas Wolf und der Wiener Singakademie.

Kronen Zeitung, Karheinz Roschitz
Martin Haselböck

Franz Liszt - Intégrale de l’œuvre pour Orgue Vol: 1 & 2

Voici enfin distribuée sur le sol français, l’intégrale de la musique pour Vorgue de Franz Liszt, que Martin Haselböck enregistra au début des années 2000.

Concernant ces œuvres, «l’étonnant renouvellement de l’écriture organistique ne peut susciter que l’admiration, précise François Sabatier. S’il se limite, en effet, à des nuances qui laissent la registration libre, comme c’est l’habitude en Allemagne, s’il emprunte à Bach ici un thème, là une technique qu’il traite à sa façon (pas de fugue menée avec rigueur jusqu’à son dénouement, Liszt n’imite pas Mendelssohn, son devancier immédiat. Par ailleurs, le regard qu’il jette sur l’orgue de son époque paraît d’autant plus neuf que ses relations avec la machine sont pour le moins distantes».

Les deux premiers volumes regroupent notamment «Fantaisie et Fugue d’après le Prophète de Meyerbeer» (1850), «Ave Maria I» (1853/1856), «Andante Religioso» (1857/59), «Einleitung zur Legende der Heiligen Elisabeth» (1862/65), «Prélude et Fugue sur le nom de B.A.C.H» (1870), «Orpheus» (1854/60), «Les Morts» (1860), «Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen» (1862), «Evocation à la Chapelle Sixtine» (1862).

La somme gravée par Martin Haselböck est exemplaire, voire unique dans sa démarche exhaustive. Elle porte, de surcroit, un regard appuyé sur le caractère profondément chrétien et humaniste du compositeur hongrois. Indispensable tout simplement?

www.parutions.com, Jean-Jacques Millo
Martin Haselböck

Eruptionen in Liszts Klangtheater

(...) So präsentierte der Dirigent Martin Haselböck 2011 heuer in einer Konzertreihe alle symphonischen Dichtungen Liszts. Im Rahmen einer Sonntagsmatinee standen unter anderem die "Berg-Symphonie" und "Les Préludes" auf dem Programm. Das Besondere dabei: Die Wiener Akademie, die das Konzert bestreitet, spielt nicht nur auf historischen Instrumenten des 19. Jahrhunderts, sondern zum Teil sogar auf solchen, die aus der unmittelbaren Umgebung des Komponsten stammen, die er also selbst gehört haben dürfte. Näher kommt man an einen "originialen" Liszt-Klang wohl nicht heran! (...) Die eher trockene Akustik des Raidinger Konzertsaales verbunden mit dem herben Klang der hstorischen Instrumente und der Intimität des 600-Personen-Raumes führt zum Erlebnis einer unverstellten Dramatik. Liszt, der bei den gespielten Werken sich bei Pathos, theatralischen und sentimentalen Gefühlseruptionen und griffigen literarisch inspirierten Passagen nicht zurückgehalten hat, wird von Haselböck ungemein explosiv, effektgeladen und wirkungsvoll präsentiert. Pauken und Trompeten scheinen das Klanggeschehen zu beherrschen. Und Glätte in der Tongebung kann man dem mit Liszt versiert umgehenden Ensemble nicht nachsagen: Klanglich rumpelt's zwar mitunter ein wenig, doch bringen diese Unebenheiten Lebendigkeit, Originalität und einen hochpersönichen Klang ins Spiel. Jedenfalls ein Konzert, das in seiner Farbigkeit und Authentiztät beeindruckt.

Kronen Zeitung, Oliver A. Láng
Martin Haselböck

Wie zu Liszts Zeiten

Es hat schon einen umgemeinen Reiz, Werke eines Komponisten wie Franz Liszt mit Originalinstrumenten wie zu Lebzeiten des Komponisten zu hören. So geschehen beim Liszt Festival Raiding. Die Wiener Akademie unter dem enorme Spannung erzeugenden Martin Haselböck musizierte mit höchster Vitalität, einer reichen Palette an Dynamik und Farben mitreißend, überwiegend präzise: Neben kleineren Gelegenheitswerken erklang die "Berg-Symphonie", Liszts erste Symphonische Dichtung mit seiner auch heute noch fremdartig klingenden Instrumentierung. Auch "Les Préludes" mit dem heroisch-zündenden Eingangspassagen, aber auch den wunderbar lyrischen Passagen geriet zum Ereignis.

Kurier, Helmut Christian Mayer
Martin Haselböck

Lohnendes Opern-Wagnis

(apa) Das Wagnis, eine Barockoper im tiefsten Mostviertel auf eine Waldbühne zu stellen, hat sich gelohnt: In der Burgarena Reinsberg ist die Premiere von Georg Friedrich Händels "Acis & Galatea" zum großen Erfolg für den künstlerischen Leiter Martin Haselböck und die Wiener Akademie, das hervorragende Sängerensemble und nicht zuletzt die lebendige Inszenierung von Michael Sturminger geworden.

Die einzige Oper Händels in englischer Sprache erweist sich als unterhaltendes, spannendes und berührendes Stück Musiktheater. Acht Sänger und ein virtuoses Instrumentalensemble sind die Protagonisten des Spiels, das von Sturminger voll sprühender Einfälle am noblen Schauplatz eines Picknicks vor Schloss Glyndenbourne angesiedelt wurde. Allein wie Sturminger die Personen führt, ist vorbildlich: Niemand steht hier jemals untätig herum, nichts ist je Staffage, alles Leben und Bewegung, Emotion und auch Ironie.

Da steht noch während der Ansprache von Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka ein Cellist auf, blickt ungeduldig auf die Uhr. Keine Störaktion, sondern der erste Auftritt des schönen Acis (James Oxley), der sich nach seiner Galatea (Claire Meghnagi) sehnt. Doch das Monster Polyphem (Tomasz Konieczny) zerstört die Idylle, stellt Galatea nach und ermordet Acis, der sich in einen Bach verwandelt, in dem Galatea badet: Feuchte Barockträume, wunderbar mitzuerleben, musikalisch wie darstellerisch erstklassig.

Wiener Zeitung, Ewald Baringer
Martin Haselböck

Acis & Galatea

Eine kleine, unbekannte Barockoper. Eine kleine, simple Geschichte. Ein kleines, überschaubares Ensemble. Und doch: Was Martin Haselböck am Dirigenten- und Michael Sturminger am Regiepult da heuer auf die komplett verwandelte Bühne der Burgarena Reinsberg gebracht haben, das ist ganz großes Theater. Mit jeder Menge Gags und noch mehr Augenzwinkern wird da die uralte Geschichte von süßer Sehnsucht und tödlicher Eifersucht erzählt, und das so frisch, dass man gar nicht glauben mag, dass Händels „Gartenoper“ schon 292 (!) Jahre alt ist. Fein das Orchester, grandios das Ensemble, allen voran Claire Meghnagi als bezaubernde Galatea, James Oxley als stürmischer Acis & Tomasz Konieczny als rasender Polyphem.
Fazit: Eine barocke Gartenparty für alle Sinne ? bravo!

NÖN, MF
Martin Haselböck

Reinsberg: Händels "Acis & Galatea"

Eine gelungene Produktion! (...) Dirigent Martin Haselböck an der Spitze der Wiener Akamdeie vollbringt einen federleichten wie mitunter betörend schönen Händel-Klang, lässt die Musik ruhen und atmen, treibt aber auch - wenn nötig - vorwärts. (...) Empfehlenswert!

Kronen Zeitung
Martin Haselböck

Luminato-Festival

(...) Twenty-six members of the orchestra tackled Joseph Haydn's "Mercury" Symphony (No. 43 in E-flatMajor, Hob. I:43), while extra woodwinds swelled the number to 30 for a Mozart chestnut, the Symphony No. 40 in G minor, KV. 550. (...)

It's a particular thrill to hear musicians from the city that is at the centre of this music, where these pieces have a long and glorious living history. The Wiener Akademie performs on period instruments and, for much of its 25-year history, has called the famous Musikverein its home.

I have to admit that it was fun to hear these excellent musicians on the home turf of the Tafelmusik Baroque Orchestra, which made its European reputation on its exacting, lively performances of Haydn and Mozart.

The Viennese did very nicely. Conductor Martin Haselböck tended to push the dynamic envelope in the outer movements, making the Mozart, especially, sound raucous as members of the orchestra pushed their instruments to the limit. The slower, quieter movements of both the Haydn and Mozart were lovely, gossamer things that floated gracefully inside the acoustically warm space.

John Terauds, Toronto Star
Martin Haselböck

Festkonzert mit Pauken und Trompeten

Aller Anfang war Bach: zumindest für die Wiener Akademie, die heuer ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Das im Bach-Jahr 1985 gegründete Barock-Ensemble ist mittlerweise Österreichs einziges Originalklang-Orchester, dessen Repertoire von Bach bis Liszt reicht.

(...) Und so wurden Freunde und Fans in den Goldenen Saal zum Festkonzert eingeladen. Selten zu hörende Ausschnitte aus W.A.Mozarts heroischem Drama "Thamos, König von Ägypten" KV 345 trafen auf eine kurzweilige Neunte Symphonie vo Ludwig von Beethoven.

Als Gäste hatte die Wiener Akademie einen bestens disponierten Chorus sine nomine (Einstudierung Johannes Hiemetsberger) und vier Solisten geladen, allen voran Bassist Florian Boesch. Im Orchester überzeugten die Streichergruppe mit satten Celli und eindinglichen Kontrabässen. Dazu eine dynamische Pauke und solide Blechbläser. Auf viele weitere Originalklang-Jahre.

 

Marion Eigl, Wiener Zeitung
Martin Haselböck

Gelungener Auftakt eines ehrgeizigen Projekts

Der Auftakt dazu (Liszt Festival) (...) verlief verheißungsvoll. Sowohl die düstere Trauerode "Les Morts", die Liszt verzweifelt zum Tod seines Sohnes komponiert hat, wie auch die Episode aus Lenaus "Faust" und der Mephisto-Walzer Nr. 2 wurden vom Orchester, das in Weimarer Originalbesetzung auf historischen Instrumenten des 19. Jahrhunderts spielte, aufregend, spannungsgeladen, reich an Farben und Schattierungen, meist präzise wiedergegeben.

 

Unter dem einergiegeladenen, die Musiker stets befeuernden Haselböck erklangen dann Franz Schuberts "Unvollendete", zwei von Liszts orchestrierten Märschen sowie zum "D´rüberstreuen" der Walzer "Abschiedsrufe" von Johann Strauß, "Herrn Doktor Franz Liszt ehrfurchtsvoll gewidmet!" Großer Jubel.

Krone, Helmut Christian Mayer
Martin Haselböck

Intelligent design behind this Creation - Sydney Symphony Orchestera

(...) Under the direction of conductor Martin Haselbock, the Sydney Symphony's account of The Creation was one of its finest performances of the year: fresh, vigorous, joyful and life-affirming. (...) Haselbock took scrupulous care, illuminating delicate vocal and instrumental lines without diluting the work's imposing impact. (...) Whatever the mood, Haselbock and his performers found the means to achieve it. (...) This outstanding performance was an inspiring tribute to this great master.

The Australien, Murray Black
Martin Haselböck

Haydn: "Times of the day"

(...) Minimal forces but maximum characterisation (...) The stars (among many) are a pair of horns that really make their presence felt - not least in a whirlwind tempesta - and a tenebrous double bass in the trios that can't help but bring a smile to the face.

(...) in the case of Martin Haselböck and the Wiener Akademie, the ARTS recording is marked by lovely characterisation of the solo parts - terrific horns once again - with a rich tonal palette lending grandeur especially to Le midi's introduction?The storm is borne aloft on those marvellously  temptestuous horns.
For many, the must-have recording of these symphonies may be decided by the presence or otherwise of the harpsichord. Among those without the instrument, (...) Martin Haselböck turns in fine performances on period interstuments (...) In the final reckoning it's the flexibility and colourfulness of the Wiener Akademie that just about swings it for me.

Gramophone
Martin Haselböck

"Lisztomania" erfasst Raiding

Drei Liszt-Spezialisten, Duo Kutrowatz und Martin Haselböck, gestalten das Festival in Raiding neu. Martin Haselböck wird Conductor in Residence der nächsten Jahre. Den ganzen Artikel inklusive eines Interviews mit Martin Haselböck können Sie hier herunterladen.

Haike Kroemer, Georg Gesellmann
Martin Haselböck

Georg Philipp Telemann: Concerti

(...) Die vorliegende Platte bringt eine Formation aus der nordamerikanischen Tradition Alter Musik zu Gehör und überzeugt damit. Unter der Leitung Martin Haselböcks arbeiten die Instrumentalisten des ?Musica Angelica Baroque Orchestra’ klar konturierte Tempi heraus, differenzieren ein feines dynamisches Tableau aus und intonieren makellos-energisch. Bei aller Klangfreude artikuliert das Orchester sehr variabel und bewusst, macht es die Soli zugleich transparent, bettet sie gewissermaßen in solide Strukturen ein. (...) In der Summe eine sehr ansprechende Aufnahme, die das Leichte und Unbeschwerte betont und damit nah bei Telemann ist. Instrumentales Können ist auch hier zentral, aber immer uneitel und unforciert. Auf die graziöse und kunstvolle Interaktion zwischen Soli und Tutti kommt es an.

klassik.com
Martin Haselböck

Bach a joy in vibrant voice

The hottest item in Bach scholarship in recent years has been the argument that the composer's original choir typically consisted only of a vocal quartet or quintet, with the singers also responsible for any solos and duets. People used to the big, fat sound of a chorus numbering at least 18 or 20 singers - not to mention upward of 120 or more voices, as we often hear - find the assertion unbelievable

.

Musica Angelica's performance of three Bach cantatas Friday at Zipper Concert Hall at the Colburn School of Performing Arts would convince any doubters. Under the enlightened direction of Martin Haselböck, the local baroque orchestra's new music director, soprano Jennifer Ellis, countertenor Carlos Mena, tenor Gerald Gray and bass Curtis Streetman filled the resonant hall with vibrant, thrilling sound, especially when the vocal lines were doubled by the superb instrumental players.

 

The topics were the joyful welcoming of Christ into Jerusalem at the beginning of Passion Week ("Himmelskönig, sei willkommen" - "King of Heaven, be Thou welcome," BWV 182), the stunned observation of Christ healing a deaf-mute ("Geist und Seele wird verwirret" - "Soul and spirit are bewildered," BWV 35) and the injunction to practice charity ("Brich dem hungrigen dein Brot" - "Break with hungry men thy bread," BWV 39).

 
The singers delivered the texts with clarity and the vocal lines, however complicated, with expression. Mena was outstanding in the demanding solo cantata "Geist und Seele." Concertmaster Elizabeth Blumenstock, cellist Phoebe Carrai, recorder player Judith Linsenberg and organist Charles Sherman contributed splendid obbligato parts. Haselböck was the delightful organ soloist in "Geist und Seele," conducting from the keyboard. But the whole ensemble was a joy to hear in this season-opening concert.

 

The singers and players performed "Jesu, joy of man's desiring" from Cantata No. 147 as an encore. Haselböck dedicated it from the stage to Musica Angelica founder Michael Eagan, who died unexpectedly in 2004. It was a sensitive and classy tribute to his predecessor.

 

Classical Voice: Notable Notes
www.classicalvoice.org/reviews/nnotes102005.htm

Los Angeles Times, Chris Pasles
Martin Haselböck

Musica Angelica

The all-Bach program that opened Musica Angelicas 2005-2006 season was a sensation in musical and artistic terms, and boded well for this fine early-music ensemble under Viennese Baroque specialist Martin Haselböckís new leadership.

 

Performing on museum copies of the original period instruments, the musicians of Musica Angelica are blessedly free of the dry and rigid mannerism that affects so many other period ensembles, notably the Academy of Ancient Music in the early 1990s (Their ground-breaking cycle of Mozart symphonies, though meticulously prepared, were not very ingratiating on the ear.)

 

The highly spirited and suave playing were everywhere evident in the three cantatas by J.S. Bach No. 182, 35 and 39.In each work, a combination of solo instruments are highlighted and the alto voice dominates in all three cantatas. Maestro Haselböck‘s virtuoso organ playing in Cantata No. 35 was especially fine.Principal oboist Gonzalo Ruiz and concertmaster Elizabeth Blumenstock‘s dueling fireworks near the end of Cantata No. 39 was another highlight.

 

The excellent group of soloists featured Jennifer Ellis pure, soaring soprano,tenor Gerald Gray, and Curtis Streetman‘s beautifully round bass (an ideal Gurnemanz in my book). My problem with the countertenor voice is its basic one-color timbre, though Carlos Mena managed to convey illusions of subtle shades through his expressive singing.

 

On the same night, at the Disney Hall across the street, the L.A. Philharmonic was playing Beethoven‘s 2nd and 3rd Symphonies.Their music director Esa-Pekka Salonnen is not known for his affinity to Beethoven, and his performances of Classical repertoire often strike me as being cold and calculated.I knew I would have a much better time at the Zipper Hall. And I did.

Martin Haselböck

Review of Viennese works is no staid history lesson

At Thursday night's concert at Minneapolis' Temple Israel, no actor could upstage the energy and enthusiasm of Viennese conductor Martin Haselboeck, who took what could have been a stuffy history lesson and jolted it to electrifying life.

 

Haselboeck is a fun conductor to watch, especially when he attacks a work with as much ebullience and physicality as he did the Gluck, a piece that left conductor, orchestra and audience exhausted and exhilarated at its conclusion.

 

The closing pseudo-symphony by Mozart - actually a symphonic adaptation he created from his "Posthorn" serenade - proved a showcase for the talents of many of the chamber orchestra's musicians, and Haselboeck kept up the theatricality by having some of them rise to play their solos. It was the finishing touch of a richly entertaining concert.

Pioneer Press
Martin Haselböck

Liszt finds a kindred spirit in the organist

Martin Haselbock walks on the wild side, giving Disney Hall's mammoth instrument a workout.


The organist / conductor / scholar is a properly credentialed early- musicker. He has been music director of the Viennese period- instrument band Wiener Akademie for 20 years. Next fall he becomes music director of the Musica Angelica, Los Angeles' leading early-music ensemble. But he also has another musical life as a longtime Lisztian, and Liszt's organ music isn't early anything. It was outrageous in the 19th century, and under the right circumstance, it can still seem outrageous today.


Disney has the right organ, and Haselbock has the nerve to unleash most of this music's raw power. It was a nasty night, dark and wet, and the sleeping giant, as this organ sometimes has been called, was awakened.

Los Angeles Times
Martin Haselböck

Brillantes Feuerwerk

Mit Virtuosität und Individualität trumpfte der Dirigent und Organist Martin Haselböck an der Orgel des Konzerthauses auf: An Liszts Orgelvariationen, Schönbergs Opus 40 und Fragmenten aus der Orgelsonate demonstrierte er seine Möglichkeiten! Weit ist die Ausdruckspalette. Vom zarten Hoffnungsschimmer bis zu Sarkasmus, aufbrausendem Schmerz und pathoserfüllten Gesten: Die Orgel kann einfach alles! Gewaltige Monumentalität, zarte, dunkle Traurigkeit, mystische Intensität! Nach dieser Meditationsphase beeindruckte der zweite Teil durch ein Feuerwerk an Brillanz und Technik. Imponierend Haselböcks Instinkt für Klangtheater und Gestik.

Neue Kronen-Zeitung
Martin Haselböck

Liszt finds a kindred spirit in the organist

Martin Haselbock walks on the wild side, giving Disney Hall's mammoth instrument a workout.


The organist / conductor / scholar is a properly credentialed early- musicker. He has been music director of the Viennese period- instrument band Wiener Akademie for 20 years. Next fall he becomes music director of the Musica Angelica, Los Angeles' leading early-music ensemble. But he also has another musical life as a longtime Lisztian, and Liszt's organ music isn't early anything. It was outrageous in the 19th century, and under the right circumstance, it can still seem outrageous today.


Disney has the right organ, and Haselbock has the nerve to unleash most of this music's raw power. It was a nasty night, dark and wet, and the sleeping giant, as this organ sometimes has been called, was awakened.

Los Angeles Times
Martin Haselböck

Brillantes Feuerwerk

Mit Virtuosität und Individualität trumpfte der Dirigent und Organist Martin Haselböck an der Orgel des Konzerthauses auf: An Liszts Orgelvariationen, Schönbergs Opus 40 und Fragmenten aus der Orgelsonate demonstrierte er seine Möglichkeiten! Weit ist die Ausdruckspalette. Vom zarten Hoffnungsschimmer bis zu Sarkasmus, aufbrausendem Schmerz und pathoserfüllten Gesten: Die Orgel kann einfach alles! Gewaltige Monumentalität, zarte, dunkle Traurigkeit, mystische Intensität! Nach dieser Meditationsphase beeindruckte der zweite Teil durch ein Feuerwerk an Brillanz und Technik. Imponierend Haselböcks Instinkt für Klangtheater und Gestik.

Neue Kronen-Zeitung
Martin Haselböck

Time and Truth

Haselböck led the orchestra (Musica Angelica) and a vocal group in a Handel rarity well worth the revivalist zeal, the composer’s first oratorio, The Triumph of Time and Truth, composed during his Italian sojourn some years before his conquest of London.

 

The work comes three decades before Messiah, and it shows. The text is a long - very long, at times -sequence of metaphors, in which the characters of Beauty, Pleasure, Truth and Time argue for moral supremacy; by the time nearly three hours pass, nobody much cares. The elegance of the music, mingled with moments of radiant beauty, makes full amends; that beauty was underscored by the clear, woodsy sound of violins under a baroque bow and the delicate hooting of Haselböck’s small positiv organ.

LA Weekly newspaper (Los Angeles)
Martin Haselböck

Beauty, pleasure abound in a Baroque allegory

Handel's early oratorio 'Il Trionfo del Tempo e del Disinganno' was masterfully presented at Zipper Concert Hall.

 

Haselböck caught it all with a graceful, rhythmic lilt and considerable verve, drawing mostly unified, enthusiastic playing from the orchestra. He also contributed the Baroque organ parts, shining in the solo passages of the miniature organ concerto in the center of Part 1.

Los Angeles Times
Martin Haselböck

Das Flötchen kichert keck - Haselböck orgelt für "Fugato"

Zumersten Mal war die Kern-Orgel der Gedächtniskirche im Bad HomburgerStadtteil Kirdorf in das Fugato-Festival einbezogen. In demzweimanualigen Instrument von 1988 hat sich die Straßburger Werkstatt Alfred Kern, die auch die neu-alte Orgel in der Dresdner Frauenkircheerstellt, an die elsässische Silbermann-Tradition angelehnt. Die 19Register klingen quasi barock, sehr trennscharf, einige in der rechttrockenen Akustik durchdringend. Diesen kernigen Eindruck verstärkteder Wiener Organist und Dirigent Martin Haselböck durch zugespitzteTempi und Rhythmik.

 

Besonders deutlich wurde dies in MozartsOrgelwalzen-Fantasie f-Moll KV 608 mit sehr flottem, doppeltpunktiertem Einstieg, mit dem das flötig registrierte As-Dur-Andante umso mehr kontrastierte. In der Sonate g- Moll Wq 70 Nr. 6 von CarlPhilipp Emanuel Bach waren Orgelklang, affektbetonte Dramatik undHaselböcks freies Spiel vollkommen im Lot. Dies gilt auch für VaterBachs C-Dur-Toccata BWV 564, deren weiträumige Fuge Haselböck brillantvom silbrig aufspringenden Thema bis zum strahlenden Pleno steigerte.Antonio Solers hinreißender "Fandango" hingegen verlor auf derKern-Orgel einiges von seinem Sog und seiner spritzigen Eleganz, diesich auf dem Hammerflügel angemessener darstellen lassen.

 

Arnold Schönbergs "Zwei Fragmente einer Orgelsonate" (1941) paßten sichindessen perfekt der barocken Disposition an. Das Molto moderato, indem Schönberg Zwölftontechnik mit Sonatensatz-Exposition verbindet, hobder Organist mit Zungenstimmen vom flötig registrierten kürzerenAllegretto ab. Zum Abschluß improvisierte Haselböck einePatchwork-Fantasie über zwei polnische Volkslieder. Hier führte er dieFarbmöglichkeiten der kleinen Orgel vor. Daß auch Humor auf der Orgelmöglich ist, bestätigte Haselböck im zugegebenen "Noël provençale" vonClaude Balbastre, einem kecken Stück, in dem ein Zweifuß-Flötchen zukichern schien.

 

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Martin Haselböck

Royal artists' works set the tone for Philharmonia

Haselböck, music director of the Wiener Akademie Orchestra for nearly 20 years, showed himself throughout to be a conductor of terrific power and adroitness. His approach was fleet and lithe but never hasty, and he infused even the most spirited music with a sense of sonic and emotional depth. The instrumental playing sounded unusually rich and full-voiced.

San Francisco Chronicle
Martin Haselböck

St. Paul Chamber Orchestra debuts 18th-century works

Haselböck, at the harpsichord, led the group through a graceful, magical account. The opening was energetic, with vigorous solo turns by associate concertmaster Kyu-Young Kim. The gavottes were cheery and delightful, and the famous Air was absolute heaven. Haselböck has a gift for letting great music breathe.

Star Tribune
Martin Haselböck

Pittsburgh Symphony - J.S. Bach / C.P.E. Bach

Haselböck's transformation of the Pittsburgh Symphony string sound was heard at its best. A wonderfully expressive world was created with minimal vibrato, lighter bowing and a sensitive variety of soft playing.

The Tribune
Martin Haselböck

Sie wird durch Haselböcks Interpretation – der man „Originalität“ im umfassendsten Sinne attestieren kann – zum Ereignis.


http://faustkultur.de/1038-0-Liszts-Orchesterwerke-.html