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Radamisto Palacio de Bellas Artes, Mexico
 
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Wolfgang Amadeus Casanova

John Malkovich is Casanova in "The Giacomo Variations" (26. September 2011, Staatsoper Hamburg)

"The Giacomo Variations" mit Hollywood-Star John Malkovich an der Staatsoper

Giacomo Casanova hat viel dafür getan, unsterblich zu werden und wurde zum Mythos - genau wie die große Sagengestalt des südlichen Europas Don Juan. Dass der Frauenverführer und Zeitgenosse Wolfgang Amadeus Mozarts mit der Entstehungsgeschichte von dessen Opernadaption "Don Giovanni" zudem auf wundersame Weise verbunden ist, weil er sich zur Zeit der Uraufführung selbst in Prag befand, lieferte dem Autor, Film- und Theaterregisseur Michael Sturminger und seinem musikalischen Co-Autor Martin Haselböck das Material zu ihrem Musiktheater "The Giacomo Variations".

Sicher wäre das unterhaltsame Kammerspiel nicht annähernd so populär geworden, wenn es nicht von einem Hollywoodstar wie John Malkovich in der Hauptrolle gespielt und von so leistungsstarken Partnern wie den Vereinigten Bühnen Wien, den Ruhrfestspielen Recklinghausen und der Elbphilharmonie koproduziert worden wäre. Im Mai erst eröffneten die Ruhrfestspiele Recklinghausen mit der Deutschlandpremiere der "Giacomo Variations" ihr Theaterprogramm. Zur Eröffnung der Sonderkonzerte im Elbphilharmonie-Programm am Montag nun war die Produktion auch in der Hamburgischen Staatsoper zu Gast. Leider nur für eine einzige Aufführung, denn zu Spielzeitbeginn sind die Freiräume im Großen Haus rar und Elbphilharmonie-Intendant Christoph Lieben-Seutter musste sich mit einem Tag begnügen, an dem die Philharmoniker mit ihrem ersten Abo-Konzert in der Musikhalle beschäftigt waren.

Geschickt hatte das Autorenduo Opernszenen aus Mozarts Da-Ponte-Opern "La nozze di Figaro", "Don Giovanni" und "Così fan tutte" mit Anregungen aus Casanovas Weltliteratur-Hit "L'Histoire de ma vie" verknüpft. Wir erleben Malkovich alias Casanova als scheinbar altersweisen Rentner am Hofe des Grafen Waldstein, der aus seinen Sünden wohl lernen will, aber eigentlich nicht mehr kann. Das Unbestimmte, Haltlose und Spontane in Casanovas Leben wird zum Grundmotiv des Stücks, in dem eine Schauspielerin, ein Sänger und eine Sängerin in wechselnden Rollen als fiktive und reale Partner des Lebenskünstlers erscheinen. Da ist der Bariton Florian Boesch, der den Grafen Waldstein ebenso darstellt wie das Alter Ego des müde gewordenen Casanova.

Da sind aber auch die großartige Sopranistin Ingeborga Dapkûnaitë und die Schauspielerin Sophie Klußmann als weibliche Doubles des unsterblichen Übervaters der Liebe und wenig später gleich als dessen Geliebten. Malkovich spielt hinreißend die Lässigkeit und Furchtlosigkeit des alten Mannes vor Misserfolgen und er singt sogar Ensemblearien aus Mozarts Opern ganz passabel. Klar, dass Erotik und Sex die tragenden Elemente des Stücks bleiben, dessen einzige Bühnendekoration drei überdimensionale Reifröcke sind, unter denen sich Casanova und seine Mitspieler immer mal wieder zu eindeutigen und weniger eindeutigen Zwecken verbergen.

Nicht wenig schockierend ist gleich der Anfang, wo Casanova zuckend auf der Bühne zusammenbricht, das Orchester zu spielen aufhört und Bühnenarbeiter einen Arzt für "John" rufen. Der echt wirkende Anfall aber ist ebenso Teil des Spiels wie ein gestelltes Duell mit dem gehörnten Conte am Ende oder der Tod Casanovas, der gleich wieder aufsteht und in seinen Schriften weiterzuleben beschließt. Dass selbst brisante Themen wie Inzest - Casanova liebt und schwängert die eigene Tochter Leonhilda - spielerisch behandelt werden, schafft Angriffsflächen im Konzept dieses Stücks.

Was wir an Casanovas Geist und Philosophie oft bewundern, verwandelt sich in ein abscheuliches Verbrechen. Am Ende löst sich die Gestalt des Liebeskünstlers in sich selbst auf, in dem alle Beteiligten ihr Glas auf die Einbildung erheben.

Die Fantasie schafft Illusion, aber die Fantasie wird eben auch gar zu rasch von der Realität eingeholt. Dirigent Martin Haselböck und sein Orchester Wiener Akademie begleiten in historischer Aufführungspraxis die vielen Mozart-Arien höchst lebendig. Wo aber Dapkûnaitë und Boesch im Bett übereinander herfielen, konnte auch er nicht mehr verhindern, dass die singenden Liebenden in "Cinque, Dieci" mehr als ein Viertel hinterherhinkten.


Die Welt, Helmut Peters (28. September 2011)

Malkovich weiß, was Frauen wünschen

John Malkovich is Casanova in "The Giacomo Variations" (26. September 2011, Staatsoper Hamburg)

Hamburg. War es Zufall oder termingerechte Hommage, dass die x-te Wiederholung des Films "Gefährliche Liebschaften" (1988) über das erotische Ränkespiel unter französischen Adligen des 18. Jahrhunderts Montagabend im NDR lief? Schließlich stand der Darsteller des aasigen Vicomte de Valmont kurz vor Ausstrahlungsbeginn selbst auf der Bühne der Staatsoper, 23 Jahre und eine Weltkarriere älter: John Malkovich, seit damals und noch immer der Verführer vom Dienst.

Und war es Zufall oder höhere Fügung, dass Malkovich dort gerade mal eine Woche nach der Premiere des von Doris Dörrie zugerichteten "Don Giovanni" mit einem unterhaltsamen Opern-Pasticcio auftrat, das einen die materialverschlingenden Unzulänglichkeiten der neuesten Staatsopern-Produktion besonders deutlich spüren ließ? Malkovich spielt in der Wiener Tournee-Produktion "The Giacomo Variations", die sich die Elbphilharmonie-Konzerte für ihre Saisoneröffnung gönnten, den berühmtesten Schürzenjäger: Giacomo Casanova.

Zu Musik aus Mozarts Da-Ponte-Opern entfalten sich hübsche Parallelaktionen aus Casanovas Memoiren und Nummern aus "Figaro", "Don Giovanni" und "Cosí fan tutte". Aus der Not, dass Malkovich zwar glänzend schauspielern, aber trotz heißen Bemühens nicht wirklich singen kann, machte Regisseur Michael Sturminger die Tugend, ihn und seine Schauspieler-Partnerin Ingeborga Dapkunaite durch ein Sängerpaar doppeln zu lassen.

Malkovichs drei Kollegen sangen und spielten eine Vielzahl von Rollen und Casanova-Inkarnationen, er selbst beschränkte sich auf Facetten des gealterten, höchst unruheständlerischen Liebesdieners. Sein Bühnen-Englisch machte es Sprachkundigen leicht, die manchmal arg verknappten deutschen Übertitel zu ignorieren. Ingeborga Dapkunaite spielte das anrührend Schlichte genauso überzeugend wie die komischen Partien. Nach leichten Durchsetzungsschwierigkeiten zu Beginn sang sich Sophie Klußmann mit ihrem schlanken, lyrischen Sopran in die Herzen des Publikums. Bariton Florian Boesch spielte seine buffonesken Rollen aus und sang mit kerniger Musikalität. Martin Haselböcks Orchester Wiener Akademie begleitete leise und doch plastisch; gegenüber der "historisch informierten" Spielweise von Youngs Philharmonikern beim "Don Giovanni" ging von diesem Mozartklang ein Vielfaches an Spiel und Eros aus.

Schade, dass es häufiger mit der Übertragungstechnik haperte - und dass das Ensemble so häufig wohl nicht zusammen auf der Bühne steht. Denn die Inszenierung ist geistreich und gelassen lustig, und sie entlässt nicht mit einer knalligen Pointe, sondern mit einer intimen Lebensabschiedsszene. Herzbewegend bröcklig singt Malkovich schemenhafte Fragmente der Canzonetta "Deh, vieni alla finestra".

Irgendwann ertappte man sich kurz beim Träumen davon, dass es in Hamburg, der Musikstadt in spe, eines Tages eine solche Produktion schafft, anstelle der üblichen Tango- oder Flamenco-Shows als Sommerbespielung in die Staatsoper zu kommen.

Als One-Night-Stand ist sie viel zu schade.


Hamburger Abendblatt, TRS (28. September 2011)

Lieben, lachen und leiden mit John Malkovich als Casanova

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Der 57-Jährige eröffnet mit dem Mozart-Opern-Pasticcio „The Giacomo Variations" gewitzt und klug die neue Saison der Elbphilharmonie-Konzerte.

Hamburg. Die Bühne, die John Malkovich nicht zu füllen vermöchte, muss erst noch gebaut werden. Sie hätte um ein Vielfaches größer zu sein auch als der imposante Guckkasten der Hamburgischen Staatsoper, auf dem Malkovich am Montagabend zum ungeteilten Vergnügen des Publikums in kompetenter Gesellschaft das Mozart-Opern-Pasticcio „The Giacomo Variations“ aufführte.

Ein Pasticcio ist das Durcheinander von vielem, das ein sinnvolles Neues ergibt, hier: Mozart meets Lorenzo da Ponte meets Giacomo Casanova. Die Trinität frivol-genialer (Lebens-)Kunst wird exemplifiziert an den drei Opern „Le nozze de figaro“, „Don Giovanni“ und „Cosí fan tutte“, die Mozart mit dem Librettisten da Ponte schrieb, und gekreuzt mit Casanovas Lebensbeichte „L’histoire de ma vie“. Die Summe dieser Teile ergibt „The Giacomo Variations“: eine verwegen anspielungsreiche, dabei freie, weil so zuvor nicht existente Spielvorlage.

John Malkovich als Casanova ist larger than life; er gewinnt diese Größe durch Präzision und Untersteuerung. In der intelligenten, gewitzten Inszenierung von Michael Sturminger, der auch das Buch schrieb (und Malkovich im Vorjahr mit der Frauenmörder-Paraderolle als Jack Unterweger in „Infernal Comedy“ ins Hamburger Schauspielhaus führte), entfaltet Malkovich die maliziöse Kraft des Verführers im Hauptberuf, die man von ihm kennt und erwartet. Manchmal schreit er auch so liebestyrannisch wie als Vicomte de Valmont in „Gefährliche Liebschaften“. Darüber hinaus aber gibt Malkovich, inzwischen 25 Jahre älter als in seiner legendären Kinorolle, der Figur des Casanova eine federleicht gespielte Alterstragik, die selbst Frauen und hartgesottene Frauenversteher mit atmen, mit lachen und mit leiden lässt.

Zur Begleitung des Orchesters Wiener Akademie (Leitung: Martin Haselböck), das nicht in jedem Takt wunschlos glücklich macht (weil es manchmal sanft wackelt), aber mit sehr viel Feinsinn und Herz agiert, treten neben Malkovich die Schauspielerin Ingeborga Dapkunaite und die Sänger Sophie Klußmann und Florian Boesch. Sie doppeln die beiden Schauspieler in ihren Rollen. Frau Klußmann singt vor allem nach der Pause wunderschön und mit anrührender Musikalität, auch Boesch macht seine Sache musikalisch sehr gut und nimmt mit Witz und Selbstironie für sich ein. Am selben Ort, an dem man vor gerade mal einer Woche den zähen, hölzernen und peinigend vordergründig sexualisierten „Don Giovanni“ von Doris Dörrie erlebte, zeigte die Saisoneröffnung der Elbphilharmonie-Konzerte 2011/12, dass Mozart auch anders geht: mit Leichtigkeit, Esprit, musikalisch äußerst beweglich - und genuin erotisch.


Tom R. Schulz, Hamburger Abendblatt (27. September 2011)

Musical Journeys - Vienna "The Giacaomo Variations"

Premiere The Giacomo Variations - John Malkovich is Casanova (05. Januar 2011, Ronacher Wien)

Did the infamous seducer and polymath Giacomo Casanova have a hand on writing the libretto for Don Giovanni? That tantalising question was the creative seed for The Giacomo Varitaions, a self-described "chamber opera play" that had its premiere in January at Vienna's Ronacher Theater and starred John Malkovich as Casanova.

Conceived by writer.director Michael Sturminger and conductor Martin Haselböck, the evening interspersed scenes dran from Casanova's memories with music from Mozart and Lorenzo da Ponte's three operas.

This show reuinted director, conductor and actor, who previously collaborated on The Infernal Comedy, a production about the Austrian serial killer Jack Unterweger. "It originated with (Haselböck)'s idea of bringing to life the late-18th-century tradition of melodrama", explained Sturminger, referring to a genre that combined spoken declamation with backround music." The play will be seen in Australia, Russia, Finnland, France and Germany later this year.

Amid the elegant sets and costumes, the musical scenes developed sometimes startingly out of the dramatic ones. And director and conductor had taken pains to find dramatically appropriate points of entry into the music.

Appearing alongside John Malkovich was the elegant Lithuanian actress Ingeborga Dapkunaite as the writer Elisa von der Recke. As Elisa pleads with Casanova to publish the story of his life, the ageing chevalier relives his exploits in a surreal series of operatic flashbacks, which feature two dramatically versatile young singers as Casanova and Elsa's musical doppelgängers (soprano Klußmann and baritone Florian Boesch). And there was attentive work from the period-instrument ensemble Orchester Wiener Akademie.

One of the evening's biggest surprises was hearing Malkovich sing.

He crooned with a lilting voice taht was also surprisingly accurate. His performance brought to mind the long tradition of non-singing actors taking on singing roles and in Vienna of all places, the Zauberflöte librettist Emanuel Schikaneder, who also starred as Papageno. "John would easily sing Papageno if he wanted to" said Sturminger. "You don't need to have a lyrical voice. You need a character. I think it's something really wonderful because it brings air into this bel canto and opens it up because it makes more direct."


Gramophone, AJ Goldmann (01. März 2011)

Lohnendes Opern-Wagnis

G.F. Händel: Acis & Galatea (30. Juli 2010, Burgarena)

(apa) Das Wagnis, eine Barockoper im tiefsten Mostviertel auf eine Waldbühne zu stellen, hat sich gelohnt: In der Burgarena Reinsberg ist die Premiere von Georg Friedrich Händels "Acis & Galatea" zum großen Erfolg für den künstlerischen Leiter Martin Haselböck und die Wiener Akademie, das hervorragende Sängerensemble und nicht zuletzt die lebendige Inszenierung von Michael Sturminger geworden.

Die einzige Oper Händels in englischer Sprache erweist sich als unterhaltendes, spannendes und berührendes Stück Musiktheater. Acht Sänger und ein virtuoses Instrumentalensemble sind die Protagonisten des Spiels, das von Sturminger voll sprühender Einfälle am noblen Schauplatz eines Picknicks vor Schloss Glyndenbourne angesiedelt wurde. Allein wie Sturminger die Personen führt, ist vorbildlich: Niemand steht hier jemals untätig herum, nichts ist je Staffage, alles Leben und Bewegung, Emotion und auch Ironie.

Da steht noch während der Ansprache von Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka ein Cellist auf, blickt ungeduldig auf die Uhr. Keine Störaktion, sondern der erste Auftritt des schönen Acis (James Oxley), der sich nach seiner Galatea (Claire Meghnagi) sehnt. Doch das Monster Polyphem (Tomasz Konieczny) zerstört die Idylle, stellt Galatea nach und ermordet Acis, der sich in einen Bach verwandelt, in dem Galatea badet: Feuchte Barockträume, wunderbar mitzuerleben, musikalisch wie darstellerisch erstklassig.


Wiener Zeitung, Ewald Baringer (05. August 2010)

Acis & Galatea

(, )

Eine kleine, unbekannte Barockoper. Eine kleine, simple Geschichte. Ein kleines, überschaubares Ensemble. Und doch: Was Martin Haselböck am Dirigenten- und Michael Sturminger am Regiepult da heuer auf die komplett verwandelte Bühne der Burgarena Reinsberg gebracht haben, das ist ganz großes Theater. Mit jeder Menge Gags und noch mehr Augenzwinkern wird da die uralte Geschichte von süßer Sehnsucht und tödlicher Eifersucht erzählt, und das so frisch, dass man gar nicht glauben mag, dass Händels „Gartenoper“ schon 292 (!) Jahre alt ist. Fein das Orchester, grandios das Ensemble, allen voran Claire Meghnagi als bezaubernde Galatea, James Oxley als stürmischer Acis & Tomasz Konieczny als rasender Polyphem.
Fazit: Eine barocke Gartenparty für alle Sinne ? bravo!


NÖN, MF (04. August 2010)

Am englischen Rasen

G.F. Händel: Acis & Galatea (30. Juli 2010, Burgarena)

Eine gelungene Produktion! Auf der eindrucksvollen Burgruine Reinsberg brachten Maestro Martin Haselböck mit seiner Wiener Akademie und Regisseur Michael Sturminger heuer die Händel-Oper "Acis und Galatea" heraus: In kühler Atmosphäre, doch mit ungemein leichter Hand und schelmischem Augenzwinkern.

Englisch die inszenierte Park-Umgebung, englisch die Oper - und englisch das Wetter. Rundum plätschert beständig der Regen, bringt dem Unternehmen doch einen britischen Touch. Doch selbst das passt zur Aufführung! Denn Regisseur Michael Sturminger hat dem mythologischen Stoff von "Acis und Galatea" ein neues, modernes Gewand verpasst und die Handlung in eine englische Gesellschaft heutiger Zeit verfrachtet. Siehe da: Es funktioniert! Vor allem aber gelingt es, einen heiteren, sympathischen und rundum harmonischen Bogen zu schaffen, der lyrisch witzig ist. Und gut gespielt!

Dirigent Martin Haselböck an der Spitze der Wiener Akademie vollbringt einen federleichten wie mitunter betörend schönen Händel-Klang, lässt die Musik ruhen und atmen, treibt aber auch - wenn nötig - vorwärts. Mit dabei eine Sängertruppe, die von Tomasz Konieczny als Polyphemus kraftvoll angeführt wird; wohltuend souverän sind Claire Meghnagi als Galatea und James Oxley als Acis - beide musikalisch einwandfrei und stilsicher, gleichzeitig schauspielerisch umwerfend. Empfehlenswert! (Oliver A. Lang)

 


Krone Zeitung (31. Juli 2010)

Grandiose Premiere von Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel (01. August 2009, )

Reinsberg und die verantwortlichen Akteure haben eine Punktlandung hingelegt. Ein bestens disponiertes Orchester und eine Sängerrunde auf höchstem Niveau haben das Publikum begeistert und den leichten Sommerregen vergessen lassen.


Kulturvernetzung (05. August 2009)

Hänsel und Gretel in Reinsberg

Hänsel und Gretel (01. August 2009, )

(...) Das Orchester unter Martin Haselböck erfreut ebenso wie das tüchtige Ensemble mit einer wirklich bösen, aber sympathischen Hexe.


NÖN,´Thomas Jorda (04. August 2009)

Märchenstunde in zauberhaftem Ambiente

Hänsel und Gretel (01. August 2009, )

(...) Regisseur Michael Sturminger wusste das wildromantische Ambiente gekonnt in Szene zu setzen (...). Eine glückliche Mischung aus hohem künstlerischem Niveau, ursprünglicher Kulisse, einmaliger Akustik rissen das Premierenpublikum zu donnerndem Applaus hin.


NÖN, Katharina Weissinger (04. August 2009)

Kultur & Natur in Harmonie

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(...) Die großartige Capella Istropolitana wurde von Intendant Martin Haselböck dirigiert, dem es scheinbar leicht gelang, in den von Richard Strauss komponierten Melodien, in den Klängen der Instrumente den Wind der Bäume und das Rauschen der Blätter und Bäche hineinzulegen.


Mostviertler Magazin, Dieter Rath (03. August 2009)

Rührige Heinzelmännchen hinter Märchenoper

Hänsel und Gretel (01. August 2009, )

(...) Inmitten der Waldidylle inszeniert Michael Sturminger ein entzückendes Musikmärchen. Dirigent Martin Haselböck führt ein opulentes Orchester gekonnt zu den vielen melodischen Höhepunkten des Klassikers


Kurier, Wolfgang Atzenhofer (01. August 2009)

Being Jack Unterweger

(, )

John Malkovich als österreichischer Akzentclown und Serienkiller auf der Bühne des Wiener Ronacher: Sein Jack Unterweger ist dicklich und stillos, aber er hat Sex-Appeal und zwar von der unheimlichen Sorte.
Es geht alles ganz schnell. Ein paar Sätze, ein paar Gesten, ein paar Blicke. Und da ist er schon: John Malkovichs Jack Unterweger. Der Killer als Plaudertasche ist eine beunruhigende Figur: Fahrig, schmeichlerisch, angeberisch, mit einem kaum verborgenen, stetig schwelenden Unterton absoluter Unbeherrschtheit. Er spricht mittelmäßiges Englisch mit einem starken österreichischen Tonfall und erlaubt sich gleich eingangs - er weiß, was er seinem Publikum schuldet - ein, zwei wohlfeile Scherze über Arnold Schwarzeneggers Akzent.
Die ganze Wahrheit
Der Jack Unterweger, den Hollywoodstar John Malkovich da auf der Bühne des Wiener "Ronacher" spielt, ist auf PR-Reise für sein neues Buch. Postum, gleichsam direkt aus dem Jenseits, wirbt der österreichische Serienmörder für seine Memoiren. Er stellt die ganze Wahrheit über sich selbst, Jack Unterweger - Prostituiertenmörder, Society-Liebling, Knast-Dichter, Journalist und Selbstmörder -, in Aussicht. Natürlich weiß er um den Voyeurismus seines Publikums, um seine legendäre Wirkung auf Frauen mit Helfersyndrom, um seine Rolle als aus Gosse und Häf'n aufgestiegener Liebling der Intellektuellen Österreichs, die sich erst für seine Amnestierung einsetzten, um dann zu erfahren, dass ihr begnadigter Freigänger sich alsbald zu elf weiteren Morden in Österreich, Kalifornien und Tschechien aufgeschwungen hatte. 1994, unmittelbar nach der - erneuten - Verurteilung zu lebenslänglicher Haft, erhängte sich Unterweger in seiner Grazer Gefängniszelle.
Auf der Ronacher-Bühne ist Unterweger, der bis heute als Paradebeispiel für fehlgeleitete, missverstandene Resozialisierung gilt, ein Mann in einem weißen, zerknautschten Leinenanzug, einem schwarzen Hemd mit Punkten und schwarzer Fliegerbrille. Malkovich inszeniert ihn als eine dieser auf den ersten Blick lachhaften Männer-Figuren, die auf den zweiten durch ungebrochene Selbstbezogenheit und gierige Sehnsucht nach Wirkung auch tatsächlich intensive Wirkung entfalten. Sein Jack Unterweger ist dicklich und stillos, aber er hat Sex-Appeal, unübersehbar, und zwar von der unheimlichen Sorte. Natürlich denkt man sofort an den grausamen, hochmütigen Verführer Valmont aus Laclos' "Gefährliche Liebschaften", den John Malkovich in der Verfilmung von 1988 so unvergesslich abstoßend spielte.
Wie damals befindet sich Malkovich in gewisser Weise auch jetzt bei der Wiener Premiere von "The Infernal Comedy. Confessions of a Serial Killer" in einem barocken Ambiente. Denn Unterwegers Geschichte ist eingebettet in ein Musiktheaterstück für Barockorchester, zwei Soprane und einen Schauspieler. Die beiden Sopranistinnen Laura Aikin und Aleksandra Zamojska singen Arien und Szenen aus Opern von Mozart, Haydn, Vivaldi, Beethoven und Weber. Dazu ist das famose österreichische Originalklang-Orchester "Wiener Akademie" im Einsatz - unter seinem Gründer und Dirigenten Martin Haselböck, von dem auch die Idee zu diesem ungewöhnlichen komödiantischen Musiktheaterstück aus Schauspiel, Gesang und Musik stammt.
Die Musik untermalt Malkovichs Monologe, die Arien flankieren und ergänzen sie. Aikin und Zamojska sind beide wunderbar klar und anrührend in ihrem Gesang. Aikin zudem zwischendurch, von Malkovich bedrängt, noch komödiantisch schrill. Beide spielen - vielmehr singen - die Frauen in Unterwegers Leben: Liebende, Trauernde, Geschundene, Hoffende, Enttäuschte und natürlich auch Ermordete. "Ah perfido!" klagt Zamojska mit Beethoven, "Ah, lo prevedi" sieht Aikin mit Mozart das Unheil des nahenden Unterweger-Untergangs voraus. Malkovich interagiert mit Sängerinnen und Orchester: Der Kontrast zwischen seinem subtilen Schauspiel der kleinen Bewegungen, Blicke und Nuancen und dem großen, pathetisch-dramatischen Opern-Gesten-Repertoire der Sängerinnen könnte sich spießen, tut es aber nicht - im Gegenteil: Der Kontrast verstärkt das Künstliche, das Unfassbare und Farcenhafte der Unterweger-Chronik und streicht den feinen Spott, mit dem Malkovichs Jack Unterweger sich über die Hochkultur lustig macht, nur noch stärker heraus.
Die Wildheit der Musik
Mit einem Wort, die ganze Sache, die man zunächst so schwer verbinden zu können glaubt - nämlich Jack Unterwegers Geschichte mit einem Barockorchester oder zwei Sopranistinnen mit einem monologisierenden John Malkovich - all das entpuppt sich in dieser Inszenierung als originelles, gelungenes Ganzes. Orthodoxen wird die Musikzusammenstellung vielleicht wüst erscheinen. Doch tatsächlich ist sie wunderbar und funktioniert als assoziationsgeleitete Ergänzung zum übrigens hervorragend bitter-bösen Sprechtext von Regisseur Michael Sturminger sehr gut.


Frankfurter Rundschau, Julia Kospach (09. Juli 2009)

Fidelio - Reinsberg 2008

Fidelio (01. Mai 2008, )

"Das Orchester ist sensationell, der Klang von einer einmaligen Rauheit und Archaik. Und was die Hörner leisten, ist überirdisch. Ich hätte mir nie gedacht, dass man diese Oper auf Naturhörnern spielen kann."

NEWS, Heinz Sichrovsky

'"Martin Haselböck und die Wiener Akademie musizierten grandios.... Fazit: Beethoven modern und schlüssig inszeniert und wunderbar musiziert."

Niederösterreichische Nachrichten, Thomas Jorda

 

"Aus dem Orchestergraben tönen unmittelbare, zerbrechliche, manchmal auch raue Klänge. Die 'Wiener Akademie' von Intendant Martin Haselböck unterstreicht mit ihrem lebhaften Klangteppich die Spannung der Inszenierung."

Niederösterreichische Nachrichten, Katharina Weissinger

 

"Die Wiener Akademie Haselböcks fühlt sich bei den raschen Tempi des Dirigenten fühlbar wohl."

Salzburger Nachrichten, Derek Weber

 

"Eine höchst interessante Fidelio Produktion. Reinsberg-Intendant und Dirigent Martin Haselböck greift mit seiner Wiener Akadmie zum Teil auf frühe Versionen von Beethovens Meisterwerk zurück und erzielt damit - besonders in der Kerkerszene - packende Wirkungen."

Kurier, Andreas Oplatny

 

"Großer Applaus dann auch dem Orchester Wiener Akademie, von Martin Haselböck gegründet und auf Originalklang-Interpretation spezialisiert, was sich in der Open-Air Akustik besonders reizvoll anhört."

Der Standard, Steiner

 


 (01. Mai 2008)

Zaide - ein neue Antowort

Zaide (, )

Sind sie Geschwister oder Liebende? Finden sie den Tod in derSklaverei oder können sie - vom Sultan begnadigt - in die Heimatziehen? Mozart bleibt diese Antworten schuldigt, denn er hat das als"Zaide" veröffentliche Singspiel nicht vollendet.

Antworten geben seit Mozarts Tod jedoch viele, die das Fragmentaufführen. Eine neue Antwort präsentierte Martin Haselböck mit derWiener Akademie im Musikverein in seiner neuen musikalischenZusammenstellung mit neuer Ouvertüre und neuem Schlussquartett. DieMusik basiert auf zeitgleich entstandenen Mozartwerken. Brian Michaelshat das Schlussquartett mit neuem Text versehen und entschied sich fürLiebespaar und Begnadigung.

Haselböck leitete die kompakte Akademie dynamisch - ein kraftvoller Mozart (...) Lohnenswerte Momente


Kurier (04. Mai 2005)

Sinnlicher Händel - Radamisto im Wr. Musikverein

Radamisto (, )

Martin Haselböck ließ den "Radamisto" im Wiener Musikverein erklingen. Die Aufführung war halbszenisch, orientalisch stilisierte Kostüme und angedeutete Handlungselemente vermieden auf belebende Art und Weise die Starre rein konzertanter Aufführungen: ein genussvoller Abend.

Diese Kostüme boten in ihrer mehr silhouttenhaften Anlehnung an antik-persische Vorbilder dem Besucher einen augenfälligen Bezugspunkt - Radamisto, seine Gemahlin Zenobia, Radamistos Vater trugen Kardinalsrot, Polissena kam im strahlenden Weiß, ihr Gemahl Tiridate, Radamistos Gegenspieler, in herrschaftlichen Gold und Schwarz. Die ebenso stilisierten Bewegungen, ihre tragende Gestik, der schreitende Gang, spiegelten gut den hohen künstlerischen, aber auch den hohen moralischen Anspruch dieses Werkes wider. Es ist schön, wenn man merkt, dass der Alltag hier vor der Türe bleiben darf, dass sich das schwarze Abendkleid in eine phantasievolle weiße Kostümgebärde wandelt, die angemessen zu den feinen Pianotönen passt, die von den Lippen Polissenas flehen.

Das Tragen von langen Stäben, Herrschaftssymbol gleich, das seltsame Auffalten von Kostümen, die dadurch fast zu Kulissen werden konnten, bereicherte die Darstellung wichtiger Handlungselemente. Gesanglich erwuchsen aus der Sängerplatzierung keine Probleme, weil die Orchesterbesetzung klein war und der Saal auch jene angenehme Größe besitzt, die SängerInnen im Normalfall nicht zu übermäßigen Kraftanstrengung nötigt.


Martin Haselböck ließ schwungvoll musizieren, schuf aber auch immer wieder Ruheinseln für sinnliches Ausspannen in diesen Wechselbädern barocker Emotionalität. Sein Händel war keiner eines verbissenen "Originalklangs", sondern mit einer feinen Glanzpolitur versehen; sehr schön auch die Solopassagen einzelner Instrumentalisten. Stellvertretend sei das Cello genannt, das Händel hin und wieder betörend zu "Musik" kommen lässt. Und wenn Händel dann Hörner und Trompeten ins Orchester holt, dann weitet sich nochmals der Horizont.


www.oper in wien (Dominik Troger)  (14. Oktober 2004)

Wiederbelebte Rarität

Il Sogno di Scipione (29. Juli 2004, )

Mit Mozarts "Il Sogno di Scipione" landete die Wiener Akademie unter Martin Haselböck einen Publikumserfolg. Getragen wurde  der konzertante KlangBogen-Abend von virtuosen Sängern und einem jungen, begeisternd musizierenden Orchester.

Kurt Streit glänzte in der Titelrolle des Scipione mit straffen und kernigen Koloraturen. Wortdeutlich und kraftvoll sang Markus Schäfer den Publio. Katerina Beranova überzeugte mit einer wunderbar sitzenden  Sopranstimme und der atemberaubenden Fähigkeit, auch die höchsten Koloraturen noch farblich abzustufen.

Mit lebendigem Ausdruck und großer Musikzierlust fesselte das Orchester der Wiener Akademie sein Publikum.


Wiener Zeitung (29. Juli 2004)

Heiterkeiten im Brachland des Geistes

Il Sogno di Scipione (29. Juli 2004, )

Die apollinische Schönheit und Jugendlichkeit des Werkes fand seine physische Entsprechung in den durch die Bank nicht unhübschen, kaum der Teenagerzeit entwachsenen Mitgliedern der Wiener Akademie: Unter  der Leitung von Martin Haselböck musizierten sie mit Frische und Feingefühl, homogen und in kräftigen, lebendigen Farben.

Kurt Streit war in der Titelpartie des Scipione ein enorm wacher, aktiver, kraftvoll-dynamischer Träumer, der sich zwischen der allegorisch dargestellten Beständigkeit (Isabel Monar) und dem Glück  (Katerina Beranova) zu entscheiden hatte. Streit wählte Erstere: schade, bezirzte doch das Glück, also Berenova, mit fantastischen, leise-leichten Koloraturperlenkettchen ein ganz klein wenig mehr.


Der Standard (29. Juli 2004)

Dortmund Philharmonie, Radamisto

Radamisto (, )

Der rauschende Beifall gilt besonders der Wiener Akademie, die Händels so weltmännisch klingende Musik unter Martin Haselböcks engagiertem Dirigat packend, akzentuiert, sauber gestaltet und in transparentem Klang an unser ohr bringt.

Ruhr Nachrichten, 25. November 2002


Ein spielfreudiges Orchester mit Jeremy Joseph und Sergej Scherepanov, Cembalo und fein modulierten Trompeten und Hörnern, die den Aufruhr im Lande dramatisch deutlich machten, fand bei den Zuhörern starke Resonanz. Immer wieder gab es Sonderbeifall und für alle spontane Anerkennung.

Westfaelische Rundschau, 25. November 2002


 (25. November 2002)

Radamisto Pressestimmen

Radamisto (, )

Martin Haselböck und die Wiener Akademie entfachen in der Felsenreitschule als fulminant gleichstimmiges Ensemble einen züngelnden Flächenbrand aus Seelenfeuer.

Wiener Zeitung, 20. Mai 2002

 
Händels üppig und vielfältig orchestrierte Partitur realisierte die auf historischen Instrumenten musizierende Wiener Akademie unter Martin Haselböck farbig und lebendig.

Kleine Zeitung, 21. Mai 2002

 

Musikalisch kommt Händel zu seinem vollsten Recht. Haselböck und seine Wiener Akademie treiben das Geschehen motorisch effektvoll, manchmal fast reißerisch voran. Auf schneidend scharfe Kontraste antworten zerfließend weiche Gesten.

Süddeutsche Zeitung, 21. Mai 2002

 

Haselböck führt mit der Wiener Akademie ein fein abgestimmtes und stark besetztes Ensemble an.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Mai 2002

 

Erhabene, tief ins Herz schneidende Seelenmusik. Für einen dynamisch-vifen und nie unsinnlichen Händel sorgt im Graben Martin Haselböck, der in manchen Arien die Zeit still stehen ließ.

Merkur-online-Magazin, 21. Mai 2002

 

Martin Haselböck löste die Vorgabe eines sinnlichen Klangbildes im dritten Akt bravourös ein und die Wiener Akademie sorgte hier für samtiges Fließen und flirrende Verschmelzung. Martin Haselböck strebt ein sinnlich weiches und keinesfalls überakzentuiert "knackiges" Klangbild an: Die Basis des Pfingsten+Barock-Erfolges von Händels Oper "Radamisto" in der Felsenreitschule.

Kronen Zeitung, 21. Mai 2002

 

Mitreißend gespielt wurde der "Radamisto" vom Ensemble Wiener Akademie unter Martin Haselböck. Seine Musiker haben den "Drive" der Musik begriffen und dem Geschehen auf der Bühne klangschön und schwungvoll eingeheizt. Ein entzückendes Heldenspektakel auf sehr hohem Niveau, das vom Publikum in der Felsenreitschule mit Begeisterung aufgenommen wurde.

Tiroler Tageszeitung, 20. Mai 2002

 

Die kühle, von barockem Tand entstaubte Inszenierung Hans Gratzers, die spritzige und engagierte Orchesterbegleitung der Wiener Akademie unter Martin Haselböck sowie eine geschlossene Leistung des Sängerensembles begeisterten das Publikum.

APA, 18. Mai 2002

 

Über die Musik wachsen der Aufführung noch jene Bewegungsenergien zu, die die stilisierte Gestik der Darsteller mit spielerischer Vitalität auffüllen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. Mai 2002


 (01. Mai 2002)

Salzburger Pfingstfestspiele, Radamisto

Radamisto (, )

Eine mehrfache Premiere:

Zum ersten Mal in der Geschichte der Salzburger Festspiele war in der Felsenreitschule ein Oper von Georg Friedrich Händel auf der Bühne zu erleben. Zum ersten Mal bot das Festival "Pfingsten+Barock" eine szenische Produktion an. Und zum ersten Mal trat Martin Haselböck mit seinem Ensemble "Wiener Akademie" bei den Salzburger Pfingstfestspielen auf.

Das Duo Martin Haselböck und Hans Gratzer hat sich bei der Aufführung von Barockopern schon am Wiener Schauspielhaus bewährt. Quasi als Fortsetzung ihrer höchst erfolgreichen Zusammenarbeit konnten sie nun eine weitere Sensation für sich verzeichnen: Mit "Radamisto" wurde zum ersten Mal in der Geschichte der Salzburger Festspiele eine Oper von Georg Friedrich Händel szenisch aufgeführt.


 (25. Oktober 2014)