Sat, 01. Aug 2026
20:00
Pfarrkirche,
Oberwang | On Tour
KONRADFEST Konzert: Da pacem – Rufe nach Frieden
Ein Vokalprogramm zwischen Bitte und Hoffnung
–Programm–
Antiphona
Da pacem Domine
Kyrie cum tropis Pater creator omnium
Responsorium Indicabo tibi
Philippus
de MONTE: Miserere mei Deus
Introitus Factus est
Rens TIENSTRA: When David heard
Communio
Illumina faciem tuam
Johann BEER: Quid moraris o anima mea für Tenor und Basso continuo
Offertorium
Deus, Deus meus
Lectio in organis
Sophie REYER: Hope
Cypriano de
RORE: Da pacem Domine
Vytautas MIŠKINIS: When I consider
Hymnus Optatus
–Besetzung–
Graces
& Voices
Dionysos NOW!
Jan Petryka, Tenor
Martin Haselböck, Orgel
Antanina Kalechyts,
Programmkonzeption und Idee
Dieses Programm spannt einen weiten zeitlichen und geistigen Bogen:
von den ältesten überlieferten Gesängen der christlichen Tradition bis zu zeitgenössischen Kompositionen unserer Gegenwart.
Im Zentrum steht die Bitte um Frieden – ein Motiv, das Menschen über Jahrhunderte hinweg verbindet und sich gerade in Zeiten
von Krieg, Umbruch und Verunsicherung immer wieder neu artikuliert.
Den Kern des Abends bilden
gregorianische Gesänge, die über Jahrhunderte mündlich tradiert wurden und ab dem 9. Jahrhundert auch schriftlich fassbar
sind. Als Gregorianik bewahren sie eine spirituelle Praxis, die Zeit, Ort und Konfession übergreift. In Antiphonen, Responsorien,
Hymnen und Gesängen des Stundengebets verdichtet sich eine Haltung des Hörens, Rufens und Hoffens. Diese Gesänge werden vom
Ensemble Graces & Voices getragen, das sich international einen Namen für seine Verbindung von Gregorianik und zeitgenössischer
Vokalmusik gemacht hat.
In Dialog damit treten mehrstimmige Werke der Renaissance, etwa von Philippus
de Monte und Cypriano de Rore, sowie ein selten gespieltes geistliches Werk des oberösterreichischen Barockkomponisten Johann
Beer.
Beers Musik verweist auf die religiösen Spannungen seiner Zeit und auf eine Praxis
geistlicher Mehrstimmigkeit, die sich nicht eindeutig konfessionell festlegen lässt. Als Lutheraner wirkte Beer an protestantischen
Höfen, vertonte jedoch auch lateinische geistliche Texte, die in ihrer musikalischen Sprache über konfessionelle Grenzen hinausweisen
– ein Aspekt, der im historischen Umfeld der Bauernkriegszeit besondere Resonanz erhält.
Zeitgenössische
Kompositionen von Rens Tienstra, Sophie Reyer und Vytautas Miškinis, eigens für Graces & Voices geschrieben, führen diese
jahrhundertealten und neuen Texte in eine zeitgenössische Klangsprache weiter. Ergänzend gestaltet Dionysos NOW! ausgewählte
Programmpunkte und bringt mit seiner Beschäftigung mit frühpolyphoner Musik eine zusätzliche historische Tiefenschicht ein.
So
entsteht ein vielschichtiges Programm, in dem Stimmen aus unterschiedlichen Zeiten einander begegnen. Die Sehnsucht nach Frieden
erscheint nicht als fertige Aussage, sondern als offener Ruf – getragen von Musik, die Vergangenheit und Gegenwart in einen
gemeinsamen Resonanzraum stellt.
Das KirchKlang Festival Salzkammergut 2026 verbindet
unter der künstlerischen Leitung von Martin Haselböck außergewöhnliche Musikmomente mit den einzigartigen Orten und Landschaften
des Salzkammerguts.
KIRCH'KLANG FESTIVAL SALZKAMMERGUT
KIRCH'KLANG FESTIVAL SALZKAMMERGUT

