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Mai. 2013 |
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Das Orchester Wiener Akademie wurde 1985 von seinem künstlerischen Leiter Martin Haselböck gegründet. Der Name des Originalklangorchesters steht international für lebendige Interpretation, Virtuosität und Musikantentum mit speziell "österreichischer Note". Innerhalb einer stilistischen Bandbreite von Barock bis Frühromantik galt das Augenmerk von Beginn an neben den großen Meisterwerken auch wiederzuentdeckenden Raritäten und musikalischen Kostbarkeiten wie "La Deposizione dalla Croce" von J.J. Fux, "Il Gedeone" von N. Porpora, oder den "Freimaurermusiken" von W.A. Mozart.
Seit über 20 Jahren gestaltet das Orchester Wiener Akademie einen eigenen Konzertzyklus im Wiener Musikverein. Regelmäßig gastiert das Orchester bei international renommierten Festspielen und Konzertreihen, wie etwa dem Kissinger Sommer, dem Osterklang, den Haydnfestspielen Eisenstadt, dem Lisztfestival Raiding, dem Mozartfest Augsburg, dem Prager Frühling, dem Schleswig-Holstein-Festival, den Wiener Festwochen, dem Carinthischen Sommer, den Händel-Festspielen Halle, der Mozartwoche Salzburg, dem Rheingau Musikfestival und den Beethovenfestivals Bonn und Krakau. Einladungen der wichtigsten Konzertsäle Europas und der ganzen Welt führten das Orchester u.a. nach Tokyo, Amsterdam, Frankfurt, Barcelona, Osaka, Madrid, Düsseldorf, Luxemburg, Lausanne, Salamanca und nach Süd- & Nordamerika.
Von Anbeginn setzte das Orchester Wiener Akademie auch im Bereich Oper neue Akzente: in Zusammenarbeit mit Hans Gratzer entstanden szenische Produktionen im Schauspielhaus Wien, Händels "Acis und Galatea" und Gassmanns "La Contessina", Bendas "Il buon marito" und Haydns "Die Feuersbrunst" wurden bei den Wiener Festwochen sowie Händels "Il trionfo" bei den Salzburger Pfingstfestspielen aufgeführt. Die für die Salzburger Pfingstfestspiele entstandene Fassung von G.F. Händels "Radamisto" eröffnet 2013 die Saison des Téatro Colon in Argentinien. Im Rahmen des Klangbogen Wien entstanden Mozarts "Il Sogno di Scipione" und "Il re pastore" im Konzerthaus, der Carinthischen Sommer zeigte Mozarts "Die Schuldigkeit des ersten Gebots.
Als Festspielorchester der Burgarena Reinsberg feierte das Orchester Wiener Akademie große Erfolge mit Webers "Freischütz", Beethovens "Fidelio" (DVD bei NCA erschienen), Humperdincks Hänsel & Gretel (DVD bei NCA erschienen) und Händels Acis und Galatea.
Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt des Orchesters Wiener Akademie bildet der Bereich experimentelles Musiktheater. Mit dem amerikanischen Schauspieler John Malkovich und dem österreichischem Regisseur Michael Sturminger entwickelte Orchester-Gründer Martin Haselböck die Musikdramen The Infernal Comedy (über den österreichischen Serienmörder Jack Unterweger) und The Giacomo Variations (über das Leben Giacomo Casanovas). Mit beiden Produktionen befindet sich das Orchester derzeit inmitten einer ausgedehnten Tournee die es bereits in über 60 Städte, darunter Luxemburg, Brüssel, Istanbul, Toronto, Quebec, Bilbao, Prag, London, Paris, Moskau und Warschau sowie nach Süd- & Nordamerika geführt hat. Für die kommende Saison sind Gastspiele in Budapest, Prag, New York, Toronto, Montreal, Santiago de Chile, Buenos Aires und Granada sowie Jerusalem, Tel Aviv, Reykjavik, Sao Paolo, Rio de Janeiro und Chicago geplant.
2013 wird die Produktion The Giacomo Variations mit John Malkovich unter Mitwirkung von Martin Haselböck und dem Orchester Wiener Akademie verfilmt.
Neben dem barocken und klassischen Repertoire widmet sich das Orchester in jüngster Zeit auch vermehrt der Aufführung romantischer Literatur im Originalklang. Beim Lisztfestival Raiding - wo das Orchester Wiener Akademie als Orchestra in residence fungiert, wird beispielsweise derzeit die erstmalige Gesamtaufführung und -einspielung aller Orchesterwerke von Franz Liszt im Originalklang umgesetzt. Die ersten fünf CDs dieser The Sound of Weimar genannten Serie mit allen Symphonischen Dichtungen wurden von der internationalen Fachpresse hochgelobt und erhielten neben dem Jun-Tokusen-Award bereits den zweiten Liszt Ferenc International Grand Prix du Disque in Folge (2011 & 2012).
Auch darüber hinaus kann das Orchester Wiener Akademie auf eine überaus rege Aufnahmetätigkeit verweisen. Besonders hervorzuheben sind die Aufnahmen aus der Serie "Musica Imperialis" mit Werken von J.J. Fux, Kaiser Leopold I. und N. Porpora sowie Werke von C.P.E. und W.F. Bach, G. Muffat und G. Graun aus den Beständen des in Kiew
wiedergefundenen Berliner Archivs. Eingespielt wurden die Brandenburgischen Konzerte und die Orchestersuiten von Bach, Sinfonien von Haydn, Mozart, Schubert, die Erstaufnahmen der Trompetenkonzerte von Haydn und Hummel auf originalem Instrumentarium, aber auch die nahezu unbekannten Gitarrenkonzerte von Mauro Guiliani, Anton Bruckners 1. Symphonie, Mozarts Kirchensonaten (Gesamtaufnahme), Schuberts Messen sowie die Opern Don Giovanni, Zaide, Fidelio und Hänsel und Gretel.
www.wienerakademie.at