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September. 2010 |
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Der österreichische Dirigent Martin Haselböck stammt aus einer bekannten Musikerfamilie. Nach Studien in Wien und Paris und mit internationalen Wettbewerbspreisen ausgezeichnet, erwarb er sich früh große Reputation als Organist und arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Lorin Maazel, Wolfgang Sawallisch, Riccardo Muti und vielen anderen.
Mehrere bedeutende zeitgenössische Komponisten wie Ernst Krenek, Alfred Schnittke, Cristobal Halffter oder Gilbert Amy haben für Martin Haselböck Kompositionen geschrieben und ihm diese gewidmet. Seine aus über 50 Aufnahmen bestehende Diskographie als Organist wurde mit dem Deutschen Schallplattenpreis, dem Diapason dOr und dem Ungarischen Liszt-Preis gewürdigt und beinhaltet u.a. die vielbeachtete jüngste Aufnahme des Gesamtwerkes für Orgel von Franz Liszt.
Anläßlich der feierlichen Einweihung der neuen Orgel des Wiener Musikvereins im Dezember 2011 wird Martin Haselböck mit den Wiener Symphonikern Hindemiths Orgelkonzert aufführen.
Martin Haselböcks intensive Beschäftigung mit dem Repertoire der klassischen Kirchenmusik im Rahmen seiner Tätigkeit als Hoforganist veranlasste ihn 1985 zur Gründung des Originalklangorchesters Wiener Akademie.
Neben einem jährlichen Konzertzyklus in Wiener Musikverein sind er und sein Orchester regelmäßig Gast und resident artists in Konzertsälen und Opernproduktionen auf der ganzen Welt. Über 60 Aufnahmen mit Musik von Bach bis hin zu Kompositionen des beginnnenden 20. Jahrhunderts wurden von der Wiener Akademie unter seiner Leitung veröffentlicht. Zu den Preisen die das Orchester für seine Aufnahmen erhielt zählen der Deutsche Schallplattenpreis und der Diapason dOr.
2010 feiert die Wiener Akademie mit der Aufführung von Beethovens 9. Symphonie im Wiener Musikverein ihr 25jähriges Gründungsjubiläum.
Als Conductor in Residence des Lisztfestivals Raiding wird Martin Haselböck mit der Wiener Akademie bis 2011 das gesamte Orchesterwerk von Franz Liszt aufführen und auf CD einpspielen
Drüber hinaus ist Martin Haselböck gefragter Gastdirigent weltweit führender Orchester und leitete in dieser Funkiton bisher die Wiener Symphoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, die Dresdner Philharmonie, das
Orchestra Guiseppe Verdi Milano, die Nationalphilharmonien Spaniens, Ungarns, Tschechiens, Estlands, der Slowakei und Sloveniens, das Orchestre National de Lyon, das Royal Philharmonic Orchestra Flandern und viele andere. Mit den Hamburger Symphonikern gestaltet er einen jährlichen Zyklus mit Werken der Wiener Klassik.
Weiter Engagements führten Martin Haselböck nach Nordamerika wo er u.a. die Los Angeles Philharmonics, das Philadelphia Orchestra, die Symphonieorchester von
Pittsburgh, Washington, San Francisco, Detroit und Toronto sowie das Saint Paul Chamber Orchestra dirigierte. 2009 gab er sein Debut mit dem Vancouver und dem Syndey Symphony Orchestra. Zahlreiche Gastdirigate in Europa, Nordamerika und Asien erwarten Martin Haselböck in der kommenden Saison, darunter sein Debut mit dem Malaysian Philharmonic Orchestra.
2004 wurde Martin Haselböck zum Chefdirigenten von Musica Angelica in Los Angeles ernannt. Mit diesem Ensemble tritt er regelmäßig in Kalifornien und im Ausland auf. 2007 unternahm er gemeinsam mit dem Orchester Wiener Akademie und Musica Angelica eine ausgedehnte Tournee mit 13 Aufführungen von Bachs Matthäuspassion in Mexiko, den USA, Spanien, Italien, Ungarn, Deutschland und Österreich. 2011 steht eine Tournee mit der Sopranistin Jennfer Larmore auf dem Programm.
Auch als Operndirigent blickt Martin Haselböck seit seinem Debut bei den Händel-Festspielen Göttingen auf eine angesehene Karriere zurück. Als erster Dirigent erarbeitete er deutschsprachige Neuproduktionen von Mozart-Opern auf Originalinstrumentarium und erhielt 1991 für seine Produktion des Don Giovanni den Mozart-Preis der Stadt Prag.
Seit 2000 hat er 14 Neuproduktionen bei den Festivals in Salzburg, Schwetzingen oder Wien geleitet und an den Opernhäusern von Hamburg, Hannover, Köln und Halle als Dirigent gastiert. 2007 wurde er zum Künstlerlischen Leiter des Festivals Reinsberg in Niederösterreich ernannt wo er bisher gefeierte Produktion von Der Freischütz, Fidelio oder Hänsel und Gretel leitete.
Mit dem amerikanischen Schauspieler John Malkovich und dem österreichischem Regisseur Michael Sturminger entwickelte Martin Haselböck das Musikdrama The Infernal Comedy (über den österreichischen Serienmörder Jack Unterweger) für einen Schauspieler, zwei Sopranistinnen und Bühenorchester. Bereits bei der Premiere im Wiener Ronacher im Juni 2009 von Publikum und Presse gleichermaßen enthusiastisch gefeiert, steht Martin Haselböck mit dieser Produktion nunmehr vor einer ausgedehnten, bis 2011 andauernden Tournee die ihn nach Luxenburg, Brüssel, Istanbul, Toronto, Quebec City, Bilbao, Prag und London führen wird.
Martin Haselböck erhielt für seine Arbeit mehrere Preise und Auszeichnungen, darunter das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, den Prager Mozart-Preis und den Ungarischen Liszt-Preis. Zuletzt wurde er anlässlich des 25. Jahr-Jubiläums der Wiener Akademie im Juni 2010 mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.
Jänner 2010
Alles Infos über Martin Haselböck finden Sie unter www.haselboeck.org
© Lukas Beck