orchester / dirigentkonzertekritiken / newscd / videofördereragenturenkontaktlogin

Martin Haselböck

Als Dirigent und Organist ist Martin Haselböck auf vielfältige Weise im internationalen Musikleben präsent. Nach Studien in Wien und Paris und mit internationalen Wettbewerbspreisen ausgezeichnet, erwarb er sich früh als Organist große Reputation, spielte unter der Leitung von Dirigenten wie Claudio Abbado, Lorin Maazel, Riccardo Muti und Horst Stein und nahm über fünfzig Solo CDs auf. Zahlreiche bedeutende Komponisten, so Ernst Krenek, Alfred Schnittke und Cristóbal Halffter, widmeten ihm Werke. Regelmäßig ist er in den wichtigen Musikzentren der Welt aufgetreten, zuletzt mit großen Orgelabenden u.a. im Gewandhaus Leipzig, der Frauenkirche Dresden, der Disney Hall Los Angeles und dem Wiener Konzerthaus. Seine zweite Gesamteinspielung aller Orgelwerke Liszts an romantischen deutschen Orgeln hat Martin Haselböck 2007 vollendet (NCA).

In seiner Funktion als Wiener Hoforganist war die Beschäftigung mit dem großen Repertoire der klassischen Kirchenmusik Beginn seiner intensiven Arbeit als Dirigent. Dies führte 1986 zur Gründung des Ensembles "Wiener Akademie". Mit diesem Orchester gestaltet Haselböck alljährlich einen Zyklus für die Gesellschaft der Musikfreunde im Großen Wiener Musikvereinssaal. Gastspiele führen seit Jahren in Musikzentren Europas, der USA und Japans. So konzertierte Haselböck mit seiner „Wiener Akademie“ u.a. in der Kölner Philharmonie, dem Concertgebouw Amsterdam, der Suntory Hall Tokyo und als Artist in Residence beim Mozartfest Würzburg.

Seit Beginn der Saison 2005/06 ist Martin Haselböck auch Music Director des Barockorchesters Musica Angelica in Los Angeles, mit dem er Konzertzyklen in Kalifornien und Gastspielreisen leitet. Eine Tournee führte ihn und seine beiden Orchester aus Wien und Los Angeles 2007 mit Bachs „Matthäus-Passion“ von Mexico, über Los Angeles, New York nach Europa u.a. in Wien, Budapest, Madrid, Baden-Baden und München. 2009 steht eine große Tournee nach Südamerika auf dem Programm, die ihn mit Werken Haydns nach Buenos Aires, Sao Paolo, Montevideo und Rio de Janeiro führen wird.

Als gefragter Gastdirigent bedeutender Orchester hat er in Europa u.a. die Wiener Symphoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, die Dresdner Philharmonie, die Nationalphilharmonien von Ungarn und Tschechien, die Flämische Nationalphilharmonie das Orchestre National de Lyon, das Jerusalem Symphony und das Orchestra Giuseppe Verdi Milano dirigiert. In Nordamerika arbeitete er mit dem Los Angeles Philharmonic, Philadelphia Orchestra, Pittsburgh, Washington, San Francisco, Detroit und Toronto Symphony Orchestra, sowie dem St. Paul Chamber Orchestra. 2009 wird Martin Haselböck erstmals das Sydney und das Vancouver Symphony Orchestra und zahlreiche Orchester in Europa und Asien dirigieren. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt dabei auf der lebendigen Vermittlung barocker und klassischer Werke.

Über 75 CDs mit Repertoire von Bach bis zum 20. Jahrhundert sind unter der Leitung von Haselböck veröffentlicht. Mehrfach wurden seine Einspielungen ausgezeichnet, so mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, dem Diapason d‘Or und dem Ungarischen Liszt Preis. Mit den Hamburger Symphonikern hat er Sinfonien des österreichischen Romantikers Johann von Herbeck eingespielt.

Seit seinem Debüt bei den Händel-Festspielen Göttingen 1986 ist Haselböck immer wieder auch als Operndirigent erfolgreich. Die großen Opern Mozarts konnte er in Neuproduktionen im Theater im Pfalzbau Ludwigshafen erstmals in Deutschland mit historischen Instrumenten aufführen. Sein "Don Giovanni" wurde 1991 mit dem Mozart-Preis der Stadt Prag ausgezeichnet. Seit 2000 wurden mit der Wiener Akademie für die Salzburger Festspiele, die Wiener Festwochen, die Schwetzinger Festspiele und das Wiener Schauspielhaus zwölf Opernproduktionen realisiert, darunter Händels „Radamisto“ und „Die Feuersbrunst“ von Haydn. Als musikalischer Leiter neuer Produktionen wurde Martin Haselböck an den Opernhäusern in Köln und Hamburg (Händel: „Alcina“, „Radamisto“), Halle ("Belshazzar") und Hannover ("Idomeneo") verpflichtet.

Bei den Händelfestspielen Halle 2008 war er sowohl als Organist wie auch als Dirigent von Konzert und Oper zu Gast, wird 2009 das Abschlusskonzert dieses Festivals dirigieren.

Im zweiten Jahr seiner Leitung der Opernfestspiele im österreichischen Reinsberg dirigierte Haselböck die Neuproduktion von „Fidelio“ (Inszenierung: Michael Sturminger). Es spielte die Wiener Akademie, mit der parallel die Gesamteinspielung der Beethoven Sinfonien auf CD begann.

Ebenfalls mit Michael Sturminger hat Martin Haselböck ein Projekt erarbeitet, welches in Los Angeles mit Musica Angelica seine Premiere feierte: „The Infernal Comedy“ und das in Europa in Wien, London, Paris, Madrid und Hamburg zur Aufführung kommen wird. John Malkovich ist hier als „Jack Unterweger“ zu erleben, Martin Haselböck dirigiert die Wiener Akademie.

Aus Anlass des 200. Geburtstages von Franz Liszt 2011 wurde Martin Haselböck zum ‚Conductor in Residence’ des neugegründeten Liszt Festival in Raiding/Österreich ernannt. In den kommenden Jahren werden hier unter seiner Leitung alle Orchesterwerke des Komponisten zur Aufführung gebracht.

 

Saison 2008/09